(480) Большой новогодний праздник


Theater Prometheus aus München verzauberte das Kulturhaus Käfertal mit dem Stück „Чудеса под Новый Год – Die Wunder des neuen Jahres“ in ein märchenhaft schönes Silvesterspektakel mit Tanz um den Weihnachtsbaum!

      

Es war mal eine ganz andere Silvesterparty, eine ohne diese unsägliche Ballerei und ohne dieses peinliche „Kollektivbesäufnis“, bei dem grölende Menschen durch die Straßen ziehen und lautstark „Prost Neujahr“ skandieren. Vor allem war es wieder einmal etwas ganz anderes, als das, was wir sonst machen oder erleben. Und wie unsere Headline bereits sagte, es war märchenhaft schön, was die Münchener Theatergruppe Prometheus im Käfertaler Kulturhaus präsentierte.

Bereits vor Beginn der Show begrüßten uns die süßen und niedlichen Plüschtiere im Foyer und verteilten jede Menge Süßigkeiten an die Kinder. Darunter auch den berühmten Lutscher петушок – Petuschok“, einen roten Hahnenlutscher am Stil, dessen Zuckerguss man vielleicht mit dem Liebesapfel vergleichen kann, den man auf der Kirmes an fast allen Naschständen erhält.

„Hupps!“, plötzlich stand ein Hase vor uns, gab uns ein paar Süßigkeiten und wir durften mit ihm zu Foto posieren. Auch zwei süße Erdmännchen wuselten wie wild durch die Gegend und verteilten den ankommenden Besuchern kleine „Leckerli“ – hier ein Schokolädchen an ein Mädchen und dort ein Bon-Bönchen an einen Jungen. Einen Hund, der uns ganz frech seine Zunge rausstreckte, durften wir mal so richtig knuddeln, und von dem Bären und dem Elefanten konnten wir ebenfalls ein paar großartige Schnappschüsse machen, und bekamen dafür natürlich auch etwas Süßes geschenkte.

        

Nach diesem unheimlich freundlichen Willkommen öffneten sich die Türen zum großen Saal. Ein riesiger Tannenbaum, goldgelb geschmückt und mit roten Schleifen verziert, war sofort der absolute Eye-Catcher für uns. Klar, dass wir auch hier ein paar Fotos als Andenken machten, bevor wir unsere Plätze suchten. Während wir gespannt auf die Vorstellung warteten, unterhielt sich unser 1. Vorsitzender Alexander Höfer noch kurz mit Vladimir, dem Tontechniker darüber, wie das Theaterstück aufgebaut war, um später ideale Fotos von den Akteuren machen zu können.

Pünktlich um 17.00 Uhr erlosch das Saallicht, und die Bühne erstrahlte gleich darauf in märchenhaften Farben. Die Choreografen und Bühnenbildner hatten mit ihren Requisiten ganze Arbeit geleistet und für Kinder eine Winterlandschaft erstellt, die bildschöner nicht hätte sein können. Links ein schneebedecktes Knusperhäuschen und rechts ein hohler Baum, dessen Öffnung über die ganze Vorstellung hinweg goldgelb leuchtete. Allein das märchenhaft bunte Gesmatbild lenkte unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf die Bühne des Kulturhauses. Eine sehr warme Beleuchtung tat ihr übriges, um in dieses uns unbekannte Wintermärchen eintauchen zu können. 

      

Das Russische Silvesterstück begann ähnlich wie viele russische Märchen und Sagen, der Handlungen und Schöngeist uns noch bis heute großteils verborgen geblieben sind ziemlich klassisch. In Erscheinung treten zuerst die Kinder Tanja und Andrej, die völlig aufgebracht darüber sprachen, dass die böse Eiskönigin zusammen mit ihren Dienern „Kälte“ und „Schneesturm“ das „Снегурочка – Schneguroschka“ – das Schneeweißchen – verzaubert hätte, und ihr danach auch den Zauberstab entwendete. Ohne diesen Zauberstab sollte es kein neues Jahr geben.

Zusammen mit der Katze und dem „Дед Мороз – Ded Moroz“ – dem Opa Frost, stürzten sie sich fortan in das gefährliche Abenteuer dem Schneeweißchen zu helfen, und es so schnell wie möglich von dem bösen Zauber der Eiskönigin zu befreien, um ein schönes neues Jahr feiern zu können. Hier standen unsere vier Freunde allerdings vor einer Reihe von Schwierigkeiten. 

Ihre erste Station führte sie zu Koschej Besmertnij, der ihnen mit seinem Schwert „Kladinez“ helfen sollte die Eiskönigin zu besiegen. Doch leider war der Zauber der bösen Königin stärker und das Unterfangen misslang, trotz lautstarker und tatkräftiger Unterstützung der vielen Kinder, die einen Gegenzauber nach dem anderen aufsagten.

      

Eine Mischung aus großartigem Humor einerseits, aber auch wertvollen Handlungssträngen und anspruchsvoller Sprache andererseits zeichnete den Mittelteil des Stücks aus, indem unsere vier Protagonisten allerlei kuriose Sachen erlebten. Wild tanzende Hexen rockten die Bühne, und fegten die bösen Geister des alten Jahres durch den Wald. Ein geheimnisvoller Apfel tauchte gleich darauf die Bühne in ein warmes Rot, und öffnete so die Hoffnung auf die Befreiung von Schneeweißchen.

Bildschön waren auch die handgenähten Gewänder der Schauspieler, deren Antlitze die kalte Winterzeit wiederspiegelten. Mittlerweile fieberten vor allem die Schulkinder mit Opa Frost und seinen drei Gefährten kräftig mit, und halfen mit lautstarker Unterstützung den Zauberbann der Eiskönigin zu brechen. Aber leider immer noch ohne Erfolg.

Zwischenzeitlich flitzen die beiden Erdmännchen, die wir bereits aus dem Foyer kannten, über die Bühne und trieben lustigen Schabernack. Gegen Ende bekamen unsere vier mutigen Helden dann Hilfe von einem dreiköpfigen Drachen. Dieser sollte die Eiskönigin mit seinem Feuer zu Wasser schmelzen lassen.

      

Ob dieses jedoch gelang, das möchten wir jetzt nicht verraten. Stattdessen empfehlen wir allen russisch sprechenden Eltern und Kindern sich dieses Stück bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit anzuschauen. Es lohnt sich wirklich sehr. 

Nach dem großartigen Theaterstück, und einer knapp 20-minütigen Pause, die wir abermals nutzen konnten, um mit den Plüschtieren zu posieren, gab es noch eine traditionelle Kindersilvesterfeier mit einem Tanz rund um den Weihnachtsbaum.

       

Zusammen mit Hund, Bär, Elefant, Hase und den wuseligen Erdmännchen wurde nun gut eine halbe Stunde getanzt, was das Zeug hielt, bevor die Kinder von Opa Frost und dem Schneeweißchen noch ein kleines Weihnachtsgeschenk überreicht bekamen, und wir zum Abschluss noch ein Foto zum Andenken an diesen wunderschönen Abend machen durften.

 

Wir wünschen allen Menschen dieser Erde einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

 

 

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