(520) EXPLORE SCIENCE 2018


Astronomie! – Die Faszination Schwarzer Löcher, Pangäa, die Erde vor dem Kontinentaldrift, Spacelab Zyrtara-5 und tolle Wissensquiz unter dem Binokular!

      

Diese interessanten Dinge und noch Vieles mehr erlebten wir bei unserem diesjährigen Besuch auf der Explore Science, eine Veranstaltung, die schon seit Beginn unseres Animus Klubs jedes Jahr auf unserer Agenda steht. Dass es für den Besuch der Explore Science dann folgerichtig auch noch einen Stempel für unser Agenda-Diplom-Kärtchen gibt, nehmen wir natürlich sehr gerne mit, aber in erster Linie besuchen wir diese Erlebniswelt damit sich unsere Kiddies einen ganzen Tag lang mit neuem Wissen beschäftigen, und dabei mit vielen Elementen, Stoffen oder Objekten herumexperimentieren können.

Wie immer haben sich die Verantwortlichen der Klaus-Tschiera-Stiftung sehr große Mühe gegeben, den Luisenpark in einen riesigen Lern-Campus zu verwandeln, und für Groß und Klein Stationen aufgebaut, an denen Experten, Lehrer aber auch Schüler altersgerechtes Wissen spielerisch vermittelten. „Ein aktiver Besuch der Explore Science ist effektiver als ein halbes Jahr Physikunterricht in der Schule!“, so ein Zitat unseres Vorsitzenden Alexander Höfer, denn die Kinder können sich hier selbständig unter Anleitung von Fachleuten das Wissen erarbeiten, das sie interessiert; vorausgesetzt sie laufen nicht nur an den Stationen vorbei, um sich die Experimente kurz mal anzuschauen oder hier und da mal aufs berühmte Knöpfchen zu drücken, sondern haben wirklich Interesse, sich intensiv mit der Materie der einzelnen Experimente zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.   

Deshalb überlassen wir es jedes Jahr unseren Kindern, welche Stationen sie besuchen möchten, in welche Wissens- oder Fachgebiete sie tiefer eintauchen wollen. Je nachdem wie viele Kinder wir dabei haben, bzw., wie deren Interessen verteilt sind, gestaltet sich auch der Besuch der Explore Science jedes Jahr völlig anders.

Krankheitsbedingt kam in diesem Jahr nur unser Marlon in den Genuss dieser tollen Astronomie-Ausstellung, die gerade für die Sekundarstufe 1 jede Menge Experimente anbot, die gerade lern- und wissbegierige Kinder anzog wie ein Magnet. Bereits bei der ersten Station „Schwarze Löcher“ von der IGMH Mannheim war uns bereits klar, dass wir heute wahrscheinlich nicht sehr viele Stationen durchlaufen werden, denn wir verweilten dort gut 30 Minuten und ließen uns alles wissenswerte über dieses Thema erklären.

„Ein Loch ist immer Schwarz!“, so die humorvolle Bemerkung unseres 1. Vorsitzenden Alexander Höfer, aber das „Schwarze Loch“ zu verstehen ist ein wenig komplizierter, und selbst nach einer sehr guten Erklärung nicht für jeden wirklich nachvollziehbar. Man braucht schon einen gewissen Zugang zu diesem Thema, um diesen komplexen Vorgang zu verstehen. Dieses Phänomen in kurze Worte zu fassen fällt schwer. Auch mit der Erklärung, dass ein „Schwarzes Loch“ ein „Monster“ ist, das eine so starke Gravitation erzeugt, dass weder Materie noch Licht- und Radiosignale diese Umgebung verlassen können, und automatisch wieder aus ihm herauskatapultiert werden, trifft nur den wesentlichen Kern der Sache. Eine sehr schöne Erklärung, was „Schwarze Löcher“ tatsächlich sind, gibt es auf dem Space for Kids von der ESA

Als nächstes war Knobeln angesagt. Räumliches Denken und dreidimensionales Verständnis dafür, wie man Teile zu einem Ganzen zusammenfügen kann. Diese kniffligen Spielereien, die einem fast den Verstand rauben, sind jedes Jahr vor Ort, und sie sind jedes Jahr immer wieder aufs Neue eine ganz große Herausforderung. Ähnlich wie unsere Happy-Cubes, die wir sehr gerne auf Veranstaltungen anbieten, machen diese Holzspiele fast verrückt, denn man kriegt die Teile irgendwie nicht zusammen, obwohl es bei dem Würfel 240 verschiedene Möglichkeiten gibt ihn zusammenzusetzen.

Starke sieben Minuten benötigte unser Vorsitzender, immer noch stolze 15 Minuten unser Marlon, bevor es mit der nächsten Station weitergehen konnte.

Die MS Experimenta aus Heilbronn war mit einem Sonnenteleskop anwesend, mit dem wir die Sonne mal aus nächster Nähe beobachten konnten. Desweitern durften wir viele Versuche mit Luftdruck durchführen. Luft ist ja etwas, was im Weltraum nicht wirklich vorhanden ist. Auch der Frage: „Was interessiert dich am Meisten im Universum?“, durften wir uns stellen. Klar, dass uns hier Außerirdische oder Aliens interessierten, obwohl die Wahrscheinlichkeit jemals welche zu sehen zu bekommen, nicht wirklich realistisch ist, oder höchstens in Hollywood vorhanden.

„Werdet Astrobiologen und sucht nach Lebensspuren!“ – Wissenschaft unter dem Mikroskop betrachtet. Das gab es am Stand der Tschira Jugendakademie zu erforschen. Die jungen Studenten boten den Besuchern hier zunächst einmal ein Mitmachquiz mit vielen Fragen an. Nur wer sie richtig beantworten konnte, kam in den Genuss sich einmal wie ein Forscher zu fühlen und Mikroorganismen und Tierchen unter dem Binokular suchen, bzw. betrachten zu dürfen. Eine extraterrestrische Wasserprobe stand den kleinen Forschern dann ebenfalls zur Verfügung. Das Quiz hatte es allerdings in sich, denn Fragen wie zum Beispiel: „Welche Zutat/en, ist/sind NICHT essentiell für die Entstehung irdischen Lebens?“ – oder „Wie lautet der Name eines Organismus, der sich mit Radioaktivität ernährt?“ – konnte man nicht sofort beantworten, sondern man musste sie sich durch Lesen und Erforschen erarbeiten. Gut eine Stunde waren wir auch an diesem Stand vor Ort, denn Marlon wollte unbedingt alle Objektträger genauestens unter die Lupe nehmen.   

Die geniale GIS-Station für Geocatching hielt unseren Marlon allerdings am längsten gefangen. Hier durften die jungen Wissenschaftler als erstes die Welt in einem überdimensional großen Puzzle zusammenbauen, und danach „Pangäa“, also die Welt erstellen, wie sie vor dem Kontinentaldrift aussah. Keine leichte Aufgabe, zumal die Puzzle-Teile konkav waren.

Höhepunkt dieses Standes war allerdings das interaktive Wissensquiz, das ähnlich wie „Wer wird Millionär“ aufgebaut war, aber bei dem gleichzeitig vier Spieler mitspielen konnten. Dieses Spiel machte Marlon regelrecht süchtig, und er spielte dort über eine Stunde lang gegen andere Erwachsene und Kinder die unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen durch. Einige Fragen waren „babyleicht“ andere wiederum erforderten ein richtig gutes Wissen über unseren Planeten oder das Universum. So war es schwierig, bis nahezu unmöglich, alle acht Fragen pro Spiel richtig zu beantworten. Das Quiz erzeugte aber unweigerlich die Motivation es beim nächsten Versuch zu schaffen.

Fast sechs Stunden lang verweilten wir uns in diesem großartigen Experimentierpark, und nahmen wieder einmal sehr  viel neues Wissen und verblüffende Eindrücke aus Wissenschaft und Technik mit nach Hause. Wir sagen den Verantwortlichen der Klaus-Tschira-Stiftung recht herzlichen Dank für diese Bereicherung, und freuen uns natürlich schon riesig auf nächstes Jahr.



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