(554) Die Sendung mit der Maus


ANIMUS-KLUB-KIDS erlebten ein Déjà-vu im Mannheimer Abwasserkanal und Klärwerk Sandhofen, und hatten viel Spaß beim Polizeibootfahren auf dem Neckar!

      

Vor drei Jahren waren wir das erste Mal im Mannheimer „Down-Under“ zu Gast, und erleben das bisher geruchsintensivste und fassettenreichste Programm in der Mannheimer Unterwelt. Der lehrreiche Fremdeinstieg, der jedes Jahr von den Mitarbeitern der Stadtentwässerung im Rahmen des Agenda-Diploms angeboten wird, zieht trotz seiner nicht gerade wohlriechenden Atmosphäre viele interessierte Kinder und Erwachsene in seinen Bann, denn es ist in der Tat extrem spannend mal in diese Welt abzutauchen und zu sehen, was sich denn eigentlich unterhalb den Straßen so alles bewegt. Und das ist eine ganze Menge. 

Auf 891 Kilometer fließen in Mannheim nämlich täglich 83.000 Kubikmeter Wasser durch vier Haupt- und viele Nebenkanäle. Über den Kanal selbst und die Aktion haben wir schon vor drei Jahren ganz ausführlich berichtet. So können wir euch in diesem Zusammenhang nicht wirklich viel Neues über den 1891 entstandenen Fremdeinstig erzählen.

Leiterin Frau Sabine Pich von der Stadtentwässerung Mannheim führte die Kinder zunächst einmal in die Geschichte des Kanals ein, und ließ sie an den Präsentationswänden Standorte und Stadtteile bestimmen. Historische Bilder dokumentierten die Anfangsjahre des Kanals und zeigten sogar noch das Heidelberger Tor, das schon lange nicht mehr existiert. Auch Fotos von den ersten Toiletten, sowie die ersten Gehversuche hinsichtlich der Wasserentsorgung waren ebenfalls zu sehen.

      

Danach ging das Abenteuer los, und wir betraten den für Besucher bestens ausgestatteten Fremdeinstieg. Ab jetzt benötigten unsere Kiddies gut Nerven, besonders Geruchsnerven, denn da unten riecht es logischer Weise ziemlich streng. Am Besucherbalkon angekommen erklärte uns der Mitarbeiter Michael Schalk – uff eschdes Monnemarisch“ sämtlich Details hinsichtlich des Abwassers, und was seine Mitarbeiter alles tagsüber machen müssen. In diesem Zusammenhang erhielten die Kinder auch wieder eine Einführung, was alles in die Toilette darf, und was nichts in der Toilette zu suchen hat. Mehr dazu findet ihr in unserem Bericht: „Einstieg in den Abwasserkanal“.

        

Einige Wochen später lud das Programm „Die Sendung mit der Maus“ wieder zum Besuch im Klärwerk ein. Die legendäre und auch heute noch sehr beliebte Kinderserie des Wissens ist am Tag der Deutschen Einheit Pate für viele interessante und vor allem lehrreiche Programme in der Metropolregion, und da einige Kids von uns noch einen Stempel für ihr Agenda-Diplom benötigten, haben wir uns entschieden auch in diesem Jahr in dem topmodernen Klärwerk in Sandhofen vorbeizuschauen und noch einmal eine Führung durch das komplette Werk live mitzuerleben.

Hier durften unsere Kids zunächst einmal ein Abwasser-Quiz bewältigen, das allerdings ohne genauere Kenntnisse nur bedingt zu bewerkstelligen war. Zwar wussten unsere Kiddies auf Anhieb, dass Feuchttücher und Essensreste auf gar keinen Fall in die Toilette dürfen; aber die Fragen über das Vorlaufbecken und das Rechenhaus, und welchem Zwecke sie dienen; diese konnten sie erst im Anschluss an die Führung richtig beantworten.

Da wir früh angekommen waren, nutzten einige unsere Mädchen noch die Gelegenheit, sich an dem wunderschönen Teich zu entspannen, und die riesigen japanischen Fische zu bewundern. Ja, auch Regeneration gehört zu den vielfältigen Aufgaben des Klärwerks. So gibt es im hinteren Bereich sogar ein ziemlich großes Schafsgehege.

      

Herzlichst begrüßt vom Leiter des Klärwerks Herrn Andreas Hein und Pressesprecherin Frau Susanne Jager begann gleich darauf die bisher intensivste Führung durch das Klärwerk durch Mitarbeiter Dirk Walter.

Erste Station war das Zulaufpumpwerk. Hier werden in der Regel 2.000 Liter Abwasser pro Sekunde durchgepumpt. So war die Umgebung erfüllt von einem strengen und sehr beißenden Pfuhl-Duft. Dass sich hier einige unverzüglich die Nase zuhielten war nachvollziehbar.

      

Das Rechenhaus, in dem das Wasser mit mehreren Rechen von festen Stoffen befreit wird, war die zweite Station unserer Expedition durch das Klärwerk. Die Antwort auf die erste unbekannte Frage war somit im wahrsten Sinne des Wortes und Geländes geklärt. Während es im letzten Jahr dort noch bestialisch Stank, erzeugen neue Filter und eine komplett neue Anlage für ein wesentlich bessere Luft. Es riecht hier kaum stärker als auf einem Massenklo größerer Veranstaltungen.

Über eine Reihe von Zuläufen gelangt das Wasser in den Sandfang. Der Sandfang hat, wie sein Name schon sagt, die Aufgabe das Wasser von Sand zu befreien. Das funktioniert ähnlich einer Waschanlage.

Der anschließende Fettfang sorgt dafür, dass das Fett an die Oberfläche befördert wird, um es mit Räumern über Rinnen abschieben zu lassen. Nun bekamen unsere Kinder die Antwort auf die Frage, wofür das Vorklärbecken dient. Das Vorklärbecken entfernt jeglichen Schlamm und führt diesen dann in den Pufferbehälter, während das Wasser weiter in das Belebungsbecken fließt.

      

Darin wird das Wasser von Bakterien befreit. Der dabei entstehende Belebtschlamm, wird nun in einem Nachklärbecken von dem bereits gereinigten Wasser getrennt, und in einer Pulveraktivkohle-Anlage von Medikamentenresten, Putz- und Waschmittel, bzw. Hormonen befreit. Zum Ende durchläuft das Wasser noch eine Filteranlage und wird danach in den Rhein abgelassen.

Szenenwechsel. In Mannheim sind war aber nicht nur am Rhein aktiv sondern auch auf dem Neckar, denn wir waren in den letzten Wochen auch mal wieder auf dem Museumsschiff des TECHNOSUMS zu Gast zum Polizeibootfahren. Diese Aktion ist immer etwas ganz besonderes, weil unsere Kids eine Zeit lang das Boot unter Anleitung erfahrener Kapitäne selbständig lenken dürfen und damit ein unvergessliches Erlebnis erhalten.

     

Wir bedanken uns ganz besonders bei Dirk Walter für die fast zweistündige Führung und sehr ausführliche Führung durch die komplette Anlage, sowie bei der  Pressesprecherin Susanne Jager für das tolle Programm und die Agenda-Stempel und last but not least bei der Museums-Crew des Polizeibootes für so viel Erleben.

 

 

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