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(655) Zweier sind cool! – (5)

Emotionale Intelligenz! – Soziales Vorbild! – und die Fähigkeiten Kindern helfen zu können, bzw. die richtigen Entscheidungen treffen, sind weitere elementare Bausteine für das Lernen!

Neben dem Willen etwas zu lernen und dem Setzen von erreichbaren Zielen, sowie dem Vater als Lernvorbild und der Mutterliebe, sind die emotionalen und sozialen Kompetenzen der Eltern ganz entscheidende Faktoren für die Entwicklung und das Lernen der Kinder. „Welches soziale Verhalten leben Eltern ihren Kindern in der Familie und in der Partnerschaft vor?“ Ähnlich wie beim Lernvorbild, rückt auch hier der Vater als soziales Vorbild stärker in den Mittelpunkt. 

Der Vater ist das Vorbild für die Kinder. Er übernimmt, wie bereits schon im dritten Teil unserer Reihe erwähnt, die Verantwortung für seine Familie und seine Kinder. Seine Aufgabe ist es, die Existenz der Familie zu sichern und die elementaren Probleme zu lösen. Der Vater formt und prägt durch sein soziales Verhalten und vor allem durch sein soziale Engagement, und seine persönliche Lebenseinstellung maßgeblich den Charakter und die Lernentwicklung seiner Kinder.

Wenn ein Vater zum Beispiel Alkoholiker ist, oder gewalttätig, dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder später als Erwachsener ebenfalls Alkoholiker werden oder gewalttätig bei 90%! – Gleiches gilt, wenn der Vater zum Beispiel ein Faulenzer, Taugenichts oder ein sozialer Widerling (ein Tyrann) ist. „Faule Eltern, oder besser gesagt faule Väter haben selten fleißige Kinder!“ – „Mobber werden von klein auf gezüchtet!“ – Die Kinder sind immer das Spiegelbild der Eltern. Die Kinder kopieren immer, und besonders schnell, die schlechten Verhaltensweisen ihrer Eltern, weil sie davon ausgehen, dass diese richtig sind. „Sowohl Fleiß, sich Mühe geben und Interesse am Lernen zeigen, als auch Faulheit, Egoismus, Gewalt, Süchte, oder Verantwortungslosigkeit etc. werden primär von den Eltern und insbesondere vom Vater vorgelebt und anerzogen!“

Um die schlechten Eigenschaften von Eltern zu kopieren, benötigt das Kind keinerlei Können und auch keine Übung. Kinder können die schlechten Eigenschaften, und das ist das Schlimme daran, sofort „erfolgreich“ anwenden. Faul sein, den ganzen Tag nur vor dem Fernseher sitzen, auf dem Handy „herumdaddeln“ oder abends, wenn man von der Arbeit nach Hause kommt, sich an den Küchentisch setzen und erst einmal fünf Bier saufen, das kann jeder, genauso wie Frau und Kinder rumprügeln oder Drogen nehmen etc. Wenn Kinder tagtäglich diese schlechten Verhaltensweisen vorgelebt bekommen, dann haben sie so gut wie überhaupt keine Chance ein guter Mensch zu werden und Verantwortung für sich und ihr Leben zu erlernen, geschweige denn Lust oder Motivation überhaupt irgendetwas zu lernen.

Ganz schlimm für die Kinder wird es jedoch, wenn die Mutter trinkt. Wenn die Mutter Alkoholikerin ist, und kein verantwortungsbewusster Vater vorhanden, der sich um die schulischen Belange oder die Freizeitaktivitäten kümmert, dann muss das Jugendamt intervenieren und der Mutter die Kinder wegnehmen, weil den Kindern nicht nur der Vater als Lernvorbild, sondern auch noch die Fürsorge und Liebe der Mutter fehlen. Eine Mutter, die ständig betrunken ist, kann ihren Kindern – und insbesondere ihrer Tochter – nicht die Rolle der Frau und Mutter vorleben, geschweige denn, ihnen Mutterliebe schenken. Alkoholikerinnen verwahrlosen zudem extrem, und bekommen dann irgendwann auch Hygiene und Sauberkeit – aufräumen, kochen, waschen, Geschirr spülen etc. – sowie elementar wichtige Dinge für ihre Kinder nicht mehr auf die Reihe oder geregelt. Die Folge davon ist häufig die totale Verwahrlosung (Messie-Syndrom).  

„Können Eltern den Kindern bei ihren Problemen helfen? – Haben Sie Konfliktlösungskompetenzen? – Sind sie kritikfähig?“

Auch das sind drei ganz wichtige Punkte hinsichtlich des Lernens. Können die Eltern den Kindern zum Beispiel bei den Schulaufgaben helfen? – Sind sie ein kompetenter Ansprechpartner für Probleme, oder in der Lage die Probleme ihrer Kinder überhaut zu erkennen? – Haben sie Empathie? – Wissen sie über die Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Stärken, bzw. auch die Schwächen ihrer Kinder genau Bescheid, oder wollen sie bestimmte Verhaltensweisen, Schwächen oder Vorkommnisse nicht kennen, bzw. nicht wahrhaben oder akzeptieren? – Reden sie die Probleme ihrer Kinder klein, und bringen immer wieder die berühmten „Anderen“ als Schuldige ins Spiel, oder übernehmen sie wirklich die Verantwortung für die Probleme ihrer Kinder und versuchen eine gute Lösung zu finden?

Innerhalb der Erziehung kann man niemals alles richtig machen, aber man kann alles falsch machen! – (Alexander Höfer)

Insbesondere beim nächsten Punkt.

„Können Eltern die richtigen Entscheidungen für ihre Kinder treffen?“

Das ist eine sehr gute Frage, insbesondere, wenn es um die richtige Schule geht. Da von Grundschulen keine Empfehlungen mehr ausgesprochen werden, oder wie in den skandinavischen Ländern ausschließlich die Schule als objektive Kompetenz entscheidet, auf welche weiterführende Schule das Kind aufgrund seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten gehen wird, dürfen hier in Baden-Württemberg mittlerweile alle Kinder das Gymnasium besuchen, unabhängig davon, ob sie diesem hohen Niveau und den Anforderungen überhaupt gewachsen sind oder nicht. Die Folgen davon, so unser Vorsitzender, werden fatal sein, denn die schwachen Schüler, werden sowohl durch ihr Lernverhalten, als auch durch ihr Sozialverhalten dazu beitragen, dass die guten Schüler nicht besser werden können, und dadurch, bereits heute schon sichtbar, immer weniger sehr gute Schüler heranwachsen, insbesondere immer weniger gute und verantwortungsbewusste Jungs, die wir in der Zukunft brauchen werden, um die großen Probleme zu lösen, die schon heute sichtbar sind.

Klimawandel ist nur ein wichtiges Themengebiet. Alexander Höfer schließt derzeit auch nicht aus, dass wir bald an den Gymnasien Sonderschulpädagogen benötigen werden, damit auch die schwächsten Schüler, also diejenigen, die heute in der fünften Klasse weder richtig lesen, schreiben, rechnen, noch denken können vielleicht nach 15 Jahren auch ein Abitur mit einer Durchschnittsnote von 4,0 erreichen können. Die Frage bleibt, ob so etwas Sinn macht?

Aber nicht nur hinsichtlich der richtigen Schule für das Kind, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen können Eltern schwerwiegende Fehlentscheidungen treffen, die sehr schlimme Folgen für die Entwicklung ihrer Kinder haben können.

„Sozial dumme und unfähige Eltern können einem Kind nicht nur das Lernen, sondern das ganze Leben ruinieren!“, so Alexander Höfer, und er machte uns in diesem Zusammenhang ein paar ganz entsetzliche Beispiele, wie Eltern durch falsche Entscheidungen, dem Fehlen emotionaler Intelligenz und unendlich sozialer „Dummheit“ ihren Kindern das Leben zerstörten, anstatt ihr Verhalten gegenüber ihren Kinder zu verändern, und ihre oftmals abscheulichen Erziehungsmethoden und Strafen, bis hin zu körperlichen Misshandlungen und Liebesentzug zu überdenken. Die Strafen gingen in einem Fall sogar soweit, dass eine Mutter ihrem Sohn das Lernen verbat.

„Leider gibt es noch kein Gesetz, dass den Eltern verbietet ihre Kinder zu dummen und unfähigen Menschen zu erziehen!“ – Das ist eigentlich ein Skandal, aber wie schreibt der Schweizer Pädagoge Jürg Jegge in seinem Buch: „Dummheit ist lernbar!“ – Fortsetzung folgt.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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„Kinder ändern erst dann ihr Verhalten gegenüber den Erwachsenen und der Umwelt, wenn die Erwachsenen und die Umwelt das Verhalten gegenüber den Kindern ändern!“ – (Alexander Höfer)

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