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(667) 5. Interkulturelles Frühstück

Hand aufs Herz und Freudentänze für den Gaumen! – Zwischen Ungarischem Gulasch, Polnischer Gurkensuppe und dem Besten von Arabischer Musik bis Tina Turner!

Zum Finale der 25. Kulturtage fand das Interkulturelle Frühstück erstmals im Jugendhaus Vogelstang statt. Da wir ein Verein sind, der die Abwechslung bei seinen Aktionen sehr liebt, und unsere Kinder das Jugendhaus Vogelstang auch sehr gut kennen, waren wir sehr gespannt darauf, was uns dort erwarten würde. Gleich vorweg. Es war so ziemlich alles anders, und doch irgendwie gleich. Einiges war besser, einiges war immer noch nicht richtig gut, und wieder anderes war direkt zum Wegwerfen. 

Wie immer früh zum Aufbauen angekommen, mussten wir erst einmal feststellen, dass einer unserer Plattenherde den Geist aufgegeben hatte, was aber nicht weiter schlimm war, weil wir heute nur drei Herdplatten benötigten, um das Gulasch und die Gurkensuppe für die Gäste zu erwärmen. Gleich darauf präsentierten sich unsere Brotmesser ebenfalls als Totalausfall, denn sie waren so stumpf, dass wir mit ihnen leider nicht in der Lage waren, das knusprige Baguette in appetitlich aussehende Stückchen zu schneiden. Auch die Messer, die wir von der dortigen Küche bekamen waren nicht wirklich besser, und wenn überhaupt nur als Unkraut-Harke zu verwenden. Dementsprechend präsentierte sich unser Stand dieses Mal von seinem Outfit her nicht besonders einladend. Hier werden (müssen) wir beim nächsten Mal auf jeden Fall etwas verändern, damit wir unsere leckeren Spezialitäten auch in einem passenden und würdigen Rahmen anbieten können.

Aber bisher haben wir nach jedem Interkulturellen Frühstück etwas verändert, sowohl in der Vorbereitung, als auch bei der Durchführung. Dazulernen und etwas verbessern. Das sind ohnehin zwei Werte, die unseren Klub sehr auszeichnen. Insbesondere unser Vorsitzender Alexander Höfer achtet hier sehr auf bestimmte Kleinigkeiten, denn sie sind es, die am Ende etwas richtig Gutes vom Mittelmaß unterscheiden.

Großes Lob gilt hier als allererstes unseren fleißigen Kiddies, die sich an unseren beiden Ständen wirklich ganz großartig einbrachten und bei allen Vorbereitungen tatkräftig mithalfen. So konnten wir pünktlich, gut eine Stunde vor Beginn des Frühstücks, sowohl das Ungarische Gulasch als auch die Polnische Gurkensuppe ganz langsam erhitzen, damit sich deren Würze gut entfalten konnte.

Das Interkulturelle Frühstück in Vogelstang präsentierte sich wie bereits erwähnt in einem ganz andren Rahmen. Während sich in Käfertal die Essenstände immer im Foyer befinden, und die Verantwortlichen dadurch so gut wie überhaupt nichts vom eigentlichen Show-Programm mitbekommen können, waren die Essenstände dieses Mal im Veranstaltungsraum. So konnten wir alle die Auftritte und natürlich auch die Ansprache der Hauptverantwortlichen live und hautnah verfolgen.

Als erstes trat die Initiatorin Frau Else Hennsler an das Mikrofon und bedankte sich ganz herzlich bei ihren Kooperationspartnern – dem Arabischen Haus, dem Jugendhaus Vogelstang, sowie den Landfrauen – und last but not least bei der Coca Cola AG, die heute zum ersten Mal eine solche Veranstaltung mit freien Getränken für die Besucher unterstützte.

Fouzia Hamoud die Vorsitzende des Arabischen Hauses machte dann in ihrer Rede darauf aufmerksam, dass Menschen alle unterschiedlich wären, und auch unterschiedliche Kulturen mitbrächten, und dass es ein Hauptziel des Interkulturellen Frühstücks sei, genau diese Unterschiede zusammenzuführen und gemeinsam miteinander zu feiern, um bei dieser Begegnung, sowohl diese Unterschiede kennenzulernen, als auch miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Integrationsbeauftrage Claus Preißler von der Stadt Mannheim hielt sich dann in seiner anschließenden und geplanten „einstündigen“ Dankesrede mit 4 Minuten doch etwas kürzer, sodass das Frühstück pünktlich um 11.30 Uhr, begleitet von der orientalischen Musik der Dafa-Gruppe aus Syrien beginnen konnte.

Unser Gulasch lief an diesem Tag leider nicht ganz so gut wie in Käfertal, was einerseits daran lag, dass die Veranstaltung in einem wesentlich kleineren Rahmen stattfand, und andererseits auch deshalb, weil der Veranstaltungstermin denkbar ungünstig lag. Zum einen hatten wir mit einem verlängerten Wochenende und unglaublich heißen Temperaturen zu kämpfen, zum anderen fiel die Feierlichkeit direkt auf den Ramadan. So konnten, oder wollten viele Gäste kein Gulasch essen. Aber nicht nur wir, sondern auch die anderen Länder hatten große Schwierigkeiten ihre Köstlichkeiten an den Mann, bzw. die Frau zu bringen.   

Dennoch bekamen wir, und insbesondere unsere Kinder, sehr viel Lob und Anerkennung seitens der Gäste. Einer gab unseren Kindern sogar vier Euro als Dankeschön, damit sie sich ein Eis kaufen konnten.

Zwischenzeitlich ging das Veranstaltungsprogramm in die zweite Runde. Die hauseigene Hip-Hop-Band des Jugendhauses ließ es gleich mal so richtig krachen, und servierte eine exzellente Performance, die nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen gut ankam, sondern generell auf großen Beifall stieß.

Die Mischung die Fouzia Hammoud hier wieder zusammengestellt hatte, hätte nicht besser und vielseitiger sein können. Nach kräftigen Hip-Hop-Beats gab es gleich darauf das absolute Konträr. Shanti. Indische Meditation, sowie Tanz und Bewegung standen nun auf dem Programm. Pranita Rottmann, die wir bereits schon beim Mannheimer Weltkulturerbe live miterleben durften, versetzt die Gäste zunächst einmal in eine meditative Ruhe.

Hand aufs Herz legen, sich Wohnfühlen, Stressabbauen. Innerhalb von nur einer Minute hatte sie die Besucher absolut ruhig gestellt. In dieser Ruhe, in der man problemlos eine Stecknadel zu Boden fallen hätte hören können, fing sie dann langsam an die Augen der Zuschauer mit heilenden Tänzen zu verzaubern.

Kenianische Tänze mit vielen Bongos und kräftigen Schlagzeug-Stakkati, sowie farbenfrohe Gewänder der Tänzerinnen, brachten die Menge zum rhythmischen Klatschen, sodass Magnolia Machado aus Kolumbien im Anschluss daran ideale Grundvoraussetzungen vorfand, die Zuschauer mit ihrem Gesangsauftritt gänzlich aus dem Häuschen zu bringen.

 

Getoppt wurde dieser Auftritt zum großen Finale der Feierlichkeit nur noch von der Tanzgruppe Manatis, die mit „Simply-The-Best“, eine absolut geniale Imitation der großen Tina Turner auf die Bühne zauberte. Richtig cool und in Gestik und Mimik stark an das Original heranreichend, stürmte die Sängerin das Jugendhaus. Mal vor der Bühne, mal auf den Stühlen, aber auch auf den Tischen ließ sie regelrecht die Fetzen fliegen.

Ja, es war wieder ein sehr gelungenes Frühstück, das einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung beitragen konnte. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste gemeinsame Fest, das wahrscheinlich im Oktober stattfinden wird, und bedanken uns wie immer bei den Verantwortlichen dafür, dass wir ein Teil von dieser wertvollen Veranstaltung sein durften.

Bilder: Lena Jesionowski

Alexander Höfer

 

 

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