(561) 4. Interkulturelles Frühstück


30 Liter Gulasch und 100 Piroggen gingen weg wie warme Semmel! – ANIMUS KLUB feierte mit 16 Nationen ein friedvolles und gabenreiches Frühstück!

      

Bevor wir mit unserem Bericht über das bisher erfolgreichste Interkulturelle Frühstück auf FRANKLIN beginnen, möchten wir uns zunächst einmal ganz herzlich bei unseren Eltern bedanken, die diese Aktion so großartig unterstützt haben, dass unser Vorstand im Vorfeld alles wieder absolut stressfrei und zum Wohlfühlen organisieren konnte. Dass unser Adrenalinspiegel am Tage der Veranstaltung dann doch ein bisschen in die Höhe steigen sollte, lag nicht primär an unserer großen Erwartungshaltung, ob unsere Speisen auch dieses Mal den Geschmack der Gäste treffen würden, sondern vor allem daran, dass drei unserer Töpfe leider nicht induktionstauglich waren, und somit nicht mit dem neuen Plattenherd, den unser Vorsitzender speziell für diesen Anlass gekauft hatte, verwendet werden konnten.

„Jetzt war guter Rat teuer!“, oder anders ausgedrückt: „Jetzt zeigte sich die wahre Klasse unseres Vorsitzenden, der aus dem Stand gleich drei Ideen ausarbeitete, wie wir nun am Schnellsten entweder Töpfe oder eine geeignete Herdplatte vor Ort bekamen.“ – Dank Fouzia Hammoud und Wolf Meyer-Plate, der wieder mit seinem Bio-Limonaden-Stand vor Ort war, konnten wir eine geniale Idee in die Realität umsetzen, denn wir bekamen die Edelstahlpfanne eines Speisewärmers. Diese mussten wir jetzt nur noch mit Wasser füllen und auf den Plattenherd stellen. Das ganze brauchte dann zwar etwas länger zum Heißwerden, aber wir hatten ja noch gut zwei Stunden Zeit bis das Frühstück offiziell begann, und so konnten wir fortan in aller Ruhe unsere beiden Stände weiter vorbereiten.

Auch ein ganz tolles Rahmenprogramm wurde von der Initiatorin Fouzia Hammoud wieder zusammengestellt. Für die Moderation der Feierlichkeit konnte sie keinen anderen Gewinnen, als den ultimativen Mannheimer Rapagogen Tobias Schirneck vom Who-Am-I-Rap-Workshop. Das versprach bereits im Vorfeld beste Unterhaltung.

Kurz nach 11.30 Uhr begann dann die Feierlichkeit mit der musikalischen Umarmung von den beiden syrischen Musikern Hesham Hamra und Youssef. Sie präsentierten dem Publikum instrumentale, akustische Folklore aus dem Vorderen Orient.  (noch zwei Sätze mehr, wenn ich Bilder habe)

Danach begrüßten Achim Judt, der Geschäftsführer von MWSP und Fouzia Hammoud die Gäste und eröffneten gleich darauf den Sturm auf das internationale Buffet, das im Foyer der Sporthalle bildschön an den jeweiligen Ständen angerichtet auf sie wartete.

Von nun an konnten sich die Gäste nach Belieben bedienen, und probieren, was ihr Herz begehrte. Beim Interkulturellen Frühstück gibt es für jeden Besucher sowohl bekannte Speisen und Spezialitäten, als auch unbekannte. Gerade die Unbekannten erweckten unweigerlich die Neugierde. So haben nicht nur die Besucher, sondern auch wir an diesem Tag einige unbekannte Speisen, wie zum Beispiel Kashke Bademjun und Asche Reschte aus dem Iran oder scharfes Hähnchen mit Reis in Nuss-Soße aus Ghana probiert, und warteten nun sehr gespannt auf die Rektionen der Menschen hinsichtlich unseres Gulaschs, sowie der Fasolka und den Piroggen. Und diese sollte gar nicht so lange auf sich warten lassen.

        

Besonders unsere Freunde aus Eritrea haben sehnsüchtig auf den heutigen Tag und unser Kesselgulasch gewartet. Sie waren ja im letzten Jahr die Gruppe, die unser ohnehin schon recht würziges Gulasch noch einmal zusätzlich mit einer riesigen Portion „Erős Pista“, einer extrem scharfen ungarischen Paprikapaste, nachwürzten. Auch in diesem Jahr war die Gruppe sehr begeistert über den feurigen Gaumenschmaus, obwohl wir ihnen dieses Mal keine zusätzliche Schärfe anbieten konnten.

        

Auch unser polnischer Stand lief ausgezeichnet, besonders das leckere Gebäck und die Kuchen waren unglaublich schnell weg, und die traditionell mit Schweinefleisch zubereitete Fasolka, sowie die mit Kraut gefüllten Piroggen liefen ebenfalls gut und schmeckte den Gästen sehr.

Schnell sprach sich herum, dass es an unseren beiden Ständen etwas gab, dass man unbedingt probiert haben musste, und so konnten wir am Ende gut 30 Liter Gulasch, 10 Liter Fasolka, sowie sämtliche Süßspeisen und fast 100 Piroggen an die Gäste ausgeben.   

        

Drinnen im Saal begann dann kurz nach 12.00 Uhr das Show-Programm. Den Anfang machten hier Kolumbianische Tänzen. Magnolia und ihre Töchter ließen in den nächsten Minuten die Pupillen unserer Augen mit den traditionellen Tänzen Currulao und Joropo, sowie wunderschönen Gewändern regelrecht tanzen.

Als nächstes folgte ein Orientalischer Tanz von Hobbytänzerinnen. Diese präsentierten uns nun ganz andere Tänze zu völlig anderer Musik mit orientalischen Erkennungsmerkmalen. 

Nun hieß es „Bühne-frei!“ für Limeik Topchis wilde Kinder-Theatergruppe. Angeführt von Bernhard dem Alleskönner, stürmten die Kinder auf die Bühne, und präsentierten uns die Ouvertüre ihres Stückes „Alt und Jung spielen gemeinsam“, über das wir bereits vor ein paar Wochen ausführlich berichtet haben.

Schlag auf Schlag ging es weiter, und die absolut geniale Performance der Manatis, einer Frauentanzgruppe, die als alte Omas verkleidet auf der Bühne erschienen, hielt das Publikum mit Songs wie „Sex-Bomb“ und anderen coolen Hüftschwingnummern in Atem. Im Trubel des Applauses betrat dann die professionelle Bauchtänzerin Victoria Geng die Bühne, und heizte das Publikum mit gekonnter Körperbeherrschung und geschmeidigen Bewegungen noch weiter ein.  

Mittlerweile war die Stimmung in der Halle so gut, dass sie sogar spürbar den Appetit anregte, und sich viele Gäste weiter Gulasch und Piroggen von unseren Ständen abholten.

         

Nach einem Riesenapplaus für die Bauchtänzerin, verwandelte gleich darauf die kurzfristig von Fouzia Hammoud organisierte Marokkanische Folklore-Formation Atlas Grusspe die Bühne in eine zauberhafte musikalische Oase, die die Besucher vollständig in ihren Bann zog.

Das Finale des Tages gehörte einerseits Eva Sauter von der Mannheimer Popakademi und andererseits auch dem Meister-Rapper Tobias Schirneck und seiner Crew, die die Frühstücksfeier mit einer gesunden Mischung aus Pop und Rap ausklingen ließen.

        

Fazit: Das Interkulturelle Frühstück ist nicht nur ein Paradebeispiel für Integration und ein friedvolles Miteinander, sondern es ist auch eine der ganz wenigen Feierlichkeiten, die zeigen, dass man auch ohne Alkohol, und den damit verbundenen Ausschreitungen, ein wunderschönes Fest veranstalten kann. Wir freuen uns schon auf das 5. Interkulturelle Frühstück 2019 und sagen allen Verantwortlichen, allen voran Frau Fouzia Hammoud vielen lieben Dank.

 

 

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