(121) Schnippel-DISKO & Hip(p)-WORKSHOP


Internationaler Familientag des Wilhelm-Hack-Museums bot sieben Stunden Leben bei gemeinsamem Kochen und einem kreativen Kunstprogramm!

Geist 1  Gruppenbild 1  Schnippeldisko_0042040  Schnippel 1

 „D*I*S*C*O“, war in den Siebzigern ein Riesenhit von der Gruppe Ottawan, und die Schnippeldisco war das erste Riesenprogramm des Jahres für uns im Ludwigshafener Hackgarten, dem urbanen Garten des Wilhelm-Hack-Museums.

Gut 30 Kilo Knubbelgemüse – Karotten, Kohlrabi, Zwiebeln, Petersilie, blaue Kartoffeln, Knoblauch usw. – das von umliegenden Biobauernhöfen gespendet wurden, warteten auf einer gut 10 Meter langen Tafel auf uns, um kleingeschnippelt und zu schmackhaften Suppen verarbeitet zu werden.

Schnippel 3Daniel 1Dazu musste jeder von uns nur ein Schneidebrett und ein Messer mitbringen. Zusammen mit den Verantwortlichen des Hackgartens, die mit diesem ziemlich aufwendigen Projekt vor allem eine ganz große organisatorische Meisterleistung vollbracht haben, konnten wir nun anfangen den Riesenberg Gemüse kleinzumachen.

Der hack-museums-gARTen, der in diesem Jahr mit seinem in erster Linie unkommerziellen und lehrreichen Programm bereits in die 4. Saison geht, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So waren an diesem warmen und sonnenreichen Frühlingsnachmittag sehr viele Menschen gekommen, um bei diesem tollen Event dabei zu sein.

Gemeinsames Kochen, das uns ja von den Ungarischen Gulaschpartys unseres 1. Vorsitzenden Alexander Höfer, aber auch von unseren Ferienfreizeiten in Ungarn bestens bekannt ist, macht unglaublich viel Spaß, und fördert zudem noch das Zusammenleben und die Kommunikation untereinander.

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So auch bei der Schnippeldisco, bei der wir unter anderem sehr viele neue Menschen unterschiedlicher Nationen kennenlernen durften. 

Unterstützt von Slow Food Youth, die sich selbst als Freunde des kulinarischen Ungehorsams bezeichnen, weil sie überwiegend ausgemustertes Gemüse, also Gemüse, das vom Aussehen her Schnippeldisko_0066057nicht der Ästhetik des Käufers Schnippel 4entspricht, wie zum Beispiel, zweibeinige Möhren, krumme Kartoffeln oder doppelköpfige Zwiebeln innerhalb einer gemeinsamen „Schnippeldisco“ verarbeiten, und danach gemeinsam zu genießen, wurden nun mehrere große Suppentöpfe heiß gemacht.

Hier beteiligte sich auch die sympathische Spanisch-Gruppe des Hackgartens, die mit ihrer temperamentvollen Sprache den Garten heute in ein sehr melodisches Klangambiente verwandelte. Hinzu gesellten sich auch noch Sprachen wie Englisch und Französisch, und an einer Kochstelle wurde Indisch gesprochen, und auch der berühmte Indische Curry gekocht. Vier Stunden später konnten wir dann den Lohn unserer Arbeit genießen, und von jedem Topf probieren.

Adrian 2  Schnippeldisko_0044041      Junge 4

Kochen war aber nicht das einzige Programm, das das Hackmuseum heute ihren Besuchern und besonders den Kindern und Jugendlichen anbot. Zusätzlich gab es noch eine kostenlose Führung durch die neue Ausstellung „Hip(p) im Museum“, bei der der Künstler Benedikt Hipp im Ausstellungsbereich sämtliche Wände entfernen ließ, und den Innenraum mit einem durchsichtigen Vorhang versah, um seiner Kunst das gewisse Etwas zu verleihen.

Der junge 38-jährige Künstler zeichnet sich einerseits aus durch seine mystischen Gemälde, deren Schatten, oder deren Schattendasein bei dem Betrachter große Spannung entfalten, andererseits auch durch seine räumlichen Skulpturen und Gegenstände, die das Innenleben eines Körpers in den Mittelpunkt stellen.

Hipp 6  Hipp 4  Kids 1  Körper 3  Geist 2

Nach einer gut 30-minütigen Führung durch die neue Ausstellung, gab es dann wie immer noch einen sehr lehrreichen Workshop. Maike Kraichgauer, die Museumspädagogin, die uns schon beim Fotogramm-Workshop im März begeisterte, hatte auch dieses Mal etwas ganz Tolles vorbereitet, dass Work 4Work 3uns riesigen Spaß machte. So durften wir aus alten Weinkarten Geländeformen anhand der Feldwege ausschneiden, und uns danach einen Fantasie-Alien, Menschen oder irgendein anderes Objekt gestalten und auf schwarzes Papier kleben. Zusätzlich stellte uns die Museumspädagogin noch weiße Farbe zur Verfügung, um weitere Motive auf das Bild malen zu können. Der Fantasie und Kreativität waren somit keine Grenzen gesetzt, und jedes Kind konnte sein Bild so gestalten wie es wollte.

Hier entstanden, ähnlich wie beim letzten Mal, ganz unterschiedliche, aber vor allem sehr farbenfroh gestaltete Bilder, in die die Kinder teilweise auch die Inspiration der Ausstellung miteinfließen ließen. 

Work 1Maike 7Gegen 17.00 Uhr endete dann der gut siebenstündige Familientag des Museums, der uns wieder einmal gezeigt hat, wie schön es in der heutigen Zeit doch ist, zusammen zu leben, zusammen zu kochen, zusammen zu essen und zusammen sehr viele interessante Dinge zu erleben, die für unser späteres Leben von ganz großer Bedeutung sein werden. Zum Schluss bedanken wir uns noch ganz besonders bei Ilona Schäfer, die uns wieder einmal ein paar ganz tolle Bilder für unsere Berichterstattung zur Verfügung gestellt hat.



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  Happy 28  Work 5  Körper 2  Bild Daniel

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