(05) Technoseum & Barbara van den Speulhof


Uneingeschränkt empfehlenswert! – ANIMUS-KLUB-Kids schweben auf Wolke 17 im Herzen des Technoseums!

TechnoseumDas Mannheimer Technoseum ist jedes Jahr mindestens einen Besuch wert, besonders an den Tagen, an denen es seine Pforten zu seinem allseits beliebten Offenen Laboratorium öffnet. Das Offene Laboratorium ist in der Tat eines der Herzstücke des Museums, und für kleine Technik-Freaks auch etwas ganz Besonderes, denn die „Wissenschaftler der Zukunft“ wissen vorher nie, welches Programmangebot sie heute erwartet. Die Mitarbeiter des Museums entscheiden das nämlich, je nach Anzahl und Altersstufe der interessierten Kinder und Jugendlichen, mehr oder weniger spontan, was sie auch problemlos tun können, denn anregende und kuriose Sachen gibt es in diesen Räumlichkeiten in Hülle und Fülle.  

Dieses Mal hatten sich die Verantwortlichen dafür entschieden den jungen Forschungsinteressierten „Lego-Technik par excellence“ anzubieten. Hierbei bestand die Aufgabe, ein Auto mit einem ferngesteuerten Motor zu bauen, und dabei gleichzeitig zu erforschen mit welcher Rad-, bzw. Zahnradumsetzung das Fahrzeug am Schnellsten fährt, sprich die vielen Tüftler mussten ihr Gefährt immer wieder umbauen oder neu (anders) zusammensetzen, um das herauszufinden.

Neben der Faszination „Lego“ gab es aber auch eine Vorführung in Lithographie. Hierfür war ein Urbayereischer Fachmann angereist, um den Besuchern an einer dafür notwendigen Presse zu zeigen, wie er mit dieser Maschine ein Bild druckt, das wir zuvor auf eine Metallschablone aufgezeichnet hatten. Lithograph 1In diesem Zusammenhang erfuhren wir auch sehr viel Wissenswertes über dieses alte Handwerk, wie zum Beispiel, dass die Lithographie von Alois Senefelder im Jahre 1798 erfunden wurde, und dass sie das älteste Flachdruckverfahren der Welt ist. Die Lithographie war früher ebenfalls das einzige Verfahren, das es den Menschen ermöglichte, eine größere Produktion von Drucksachen in Farbe herzustellen. Zum Drucken wurde ein feuchter Stein mit fetthaltiger Farbe eingewalzt, und als Druckform benutzte man dazu in der Regel einen Kalkschieferstein. Zum manuellen Übertragen einer Zeichnung benötigt man zusätzlich noch eine Feder aus Stahl, sowie eine spezielle Lithographentusche, welche sich aus den Grundsubstanzen Wachs, Fett, Seife und Ruß zusammensetzt.

Vis à Vis hatten wir dann die Möglichkeit mit einem eigens dafür geschnitzten „Füller“ unseren Namen in Sütterlin zu schreiben. Das war gar nicht so einfach, wie es aussah, denn die Sütterlin-Buchstaben gleichen ja nur in rudimentären Zügen dem uns bekannten lateinischen Alphabet. Hier war also nicht nur viel Geduld, sondern auch eine extrem ruhige Hand gefragt, wenn man seinen Namen sehr schön auf ein Blatt Papier oder Papyrus schreiben wollte.

Die Sütterlinschrift, wurde nach seinem Erfinder Ludwig Sütterlin benannt, und im 19. Jahrhundert vor allem in Deutschland und England verwendet.

Wenig später durften auf der Elementa-Ebene des Museums ebenfalls auf eine ganz besondere Art und Weise schreiben, bzw. Nachrichten übermitteln. Mit Hilfe eines Morsegerätes, und dem dazugehörigen Alphabet, hatten wir hier die Möglichkeit unserem Gegenüber verschlüsselte Botschaften zukommen zu lassen. Das war auch eine knifflige Angelegenheit, denn der Sender musste auf der einen Seite seinen Text erst einmal richtig verschlüsseln, und der Empfänger auf der anderen Seite decheffrieren, bevor er sie lesen konnte.


ACHTUNG GEWINNSPIEL:

 

„CQ CQ VVV de 6WWW fz QSX 8cg 12 cg 16“

Buchleser-transp-kleinFür alle Kinder im Alter von 7-15 Jahren: Wer diese Botschaft als Erstes richtig entschlüsselt und an alexander.hoefer@animus-klub.de schickt, gewinnt am Sonntag den 09. Februar von 13.30 – 19.00 Uhr freien Eintritt in das Hack Museum nach Ludwigshafen sowie die Ausstellung „Neon Installation Kairo“ im Pfalzbau.


Schutzengel Valentina von Wolke 17

Nicht nur schön schreiben (lernen), sondern auch sehr schön lesen (können), oder besser gesagt, wunderschön vorgelesen zu bekommen, stand dann einige Tage später auf unserem Programmplan, denn in der Bammentaler Bibliothek gastierte die bekannte Kinderbuchautorin Frau Barbara van den Speulhof (Pippa, die Elfe Emilia und die Käsekuchenschlacht), die ihr neues Buch „Schutzengel Valentina von Wolke 17“ vorstellte.

Barbara van den SpeulhofSo war der Andrang für diese Veranstaltung unglaublich groß, denn rund 70 Kinder und 20 Erwachsene waren an diesem Tag in die mit vielen bunten Teelichtern warm dekorierte Bibliothek gekommen, um der Autorin ganz gespannt bei ihrer Buchpräsentation zu lauschen.

Barbara„Tohuwabohu“, war ein Lieblingswort meiner Kindheit. Das wollte ich immer schon einmal in einem Kinderbuch verwenden!“, begann die Autorin ihre Vorstellung, und erklärte den Kindern erst einmal, was dieses „komische“ Wort überhaupt bedeutete.     

Was für ein „Tohuwabohu“ den Schutzengel Valentina dann wirklich erwartete, das erfuhren die Zuhörer wenig später, als Frau Barbara van den Speulhof begann, aus ihrem neuen Buch vorzulesen.

Anders, als die teilweise doch sehr gewaltgetränkten Märchen und Geschichten der Gebrüder Grimm, aber auch sehr weit entfernt von den derzeitigen kommerziellen „Kinder-Action-Helden“, wie zum Beispiel „Lila Blitze spuckende Poken-Dämone“, „zombiähnliche Himmel-Länder-Krieger“, „Chaotische Fußball-Bengels“, „einäugige Malefitz-Jangos“, oder „analphabetische Tele-Tubs mit Tiefenwirkung“, die mit ihrem oftmals

furchterregenden Aussehen, aber auch mit ihren diffusen Fähigkeiten nicht nur ihre Gegner auf brutalste Art und Weise vernichten, sondern vor allem auch wirklich ein ganz großes „Tohuwabohu“ im Unterbewusstsein sehr vieler Kinder verursachen, konfrontierte die Buchautorin die Besucher mit einer teils sehr lustigen und frechen, teils aber auch sehr nachdenklichen Geschichte, mit der sich vor allem die Kinder sehr gut identifizieren konnten, weil die anständige und jederzeit kindgerechte Fantasie dieses Buches, einen sehr großen Bezug zum tatsächlichen Lebensalltag herstellt.

Die Kinderschriftstellerin brillierte in diesem Zusammenhang ebenfalls mit einer unglaublich überraschenden Sprachschöpfung, indem sie ihre Heldin an einem „Sternschnupfen“ erkranken ließ.

Bei so viel Unterhaltung verflog die „Sternstunde“ mit der sympathischen Valentina natürlich unglaublich schnell, und ein lang anhaltender und tosender Applaus begleitete die knapp 100 Besucher wenig später, bereichert mit dieser uneingeschränkt empfehlenswerten Fantasiegeschichte, wieder ins wahre Leben zurück.

„Drei Bücher für Kinder, die später einmal einen sehr guten Schulabschluss machen wollen!“

Bleibt zum Schluss von unserer Seite nur noch ein ganz großes Dankeschön an die Leiterin der Bibliothek Frau Köhler, sowie die bei den Bammentaler Kindern sehr beliebte Vorleserin Frau Keller zu sagen, die der Bevölkerung dieses außergewöhnliche Treffen mit einer renommierten Deutschen Kinderbuchautorin und Hörspielproduzentin ermöglichten.




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