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(690) 32. Hüttenfelder Kerwelauf

Training Upside-Down! – Ideale Laufbedingungen! – Und das Geheimnis des Wohlfühlens! – ANIMUS-KLUB-Mädchen gewinnen den 2-Kilometer-Lauf in Hüttenfeld!

„Ja, unsere Kids können, weil sie wollen! – Und sie können so gut wie alles, was sie wollen!“ – Und wenn sie heute mal zwischendurch Lust haben eine Zeitlang auf dem Kopf zu stehen, oder geniale gymnastische Upside-Down-Verrenkungen zu machen, bei denen es unserem Vorsitzenden allein schon bei dem Gedanken diese nachzumachen, jedes Mal eiskalt den Buckel runterläuft, dann dürfen sie das natürlich auch ganz cool machen. Wir haben also, wir ihr sehen könnt, unheimlich viel Spaß, bei allem, was wir derzeit machen, und wir haben eine Wohlfühlatmosphäre, die wirklich nicht schöner und motivierender sein könnte. Vor allem, bei denjenigen, die regelmäßig mitmachen, läuft alles mittlerweile richtig gut.

Die Vorfreude auf das nächste Programm, egal, ob das nun ein Lauf, ein Museumsbesuch, die Teilnahme an ein Mal-Workshop in einem Atelier oder aber auch das Treffen mit einem Star ist. Wenn Kinder große Freude am Leben und vor allem sehr große Freude daran haben, etwas zu machen, und etwas zu erleben, dann entwickeln sich wunderschöne Erlebnisse auch irgendwann einmal zu richtig tollen Ergebnissen. Oder anders ausgedrückt, unsere Erlebnisse sind unsere Ergebnisse.

Uns geht es beim Laufen oder beim Sport nicht wirklich darum, einen Lauf, oder ein Spiel zu gewinnen. Im Gegenteil. Das Gewinnen ist lediglich ein willkommener und dankbarer Begleiteffekt. Uns geht es vielmehr, oder einzig und alleine darum, dass sich unsere Kinder, bei allem, was sie machen, wohlfühlen, und dass sie körperlich und geistig fit werden. Wir wollen, dass sie gute Schüler, oder besser gesagt, sehr gute Lerner werden, und zu neugierigen und wissbegierigen „Frechdachsen“ heranwachsen, die sich für alles, was es auf dieser Welt gibt interessieren, und nicht nur für eine Sache.

Sportliche Fitness heißt aber nicht zwingend Meister zu werden, einen Lauf gewinnen zu müssen, oder schier „unmögliche“ Leistungen zu erbringen. Sportliche Fitness heißt, wie es der Name schon sagt, sportlich fit sein. Und diese Fitness, bzw., dieses Wohlfühlen, können nur durch ein wohldosiertes Training erreicht werden, also ein Training, bei dem Kinder angefordert, aber niemals überfordert oder an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden, dadurch gesund bleiben, und so in der Lage sind, regelmäßig eine richtig gute sportliche Leistung abrufen zu können.

„Was ist aber eine richtig gute sportliche Leistung?“ – Hier gehen die Meinungen der „Experten“ durchaus ganz weit auseinander. Für die einen ist es ausschließlich das Gewinnen eines Laufes oder das Erreichen einer Meisterschaft am Saisonende. Für andere hingegen, ist es das Erreichen einer ganz bestimmte Zeit oder Weite. Und wieder andere, richten ihren Fokus ausschließlich auf das Mitmachen und das Dabeisein.

Eines jedoch, und das zieht sich leider wie ein Roter Faden durch alle bisherigen Laufveranstaltungen, nämlich, der allgemeine Trend, dass je älter die Kinder werden, desto weniger Kinder noch an den Läufen teilnehmen. Das ist aber kein spezielles Problem der Leichtathletik. Dieses Phänomen können wir auch bei den anderen Sportarten beobachten. Über die Gründe und Ursachen haben wir bereits mehrfach in der Vergangenheit berichtet und Stellung bezogen, und wir hinterfragen, bzw. sehen als Verein nach wie vor ein System, bei dem der Erfolg des einen, gleichzeitig der Misserfolg des anderen darstellt, und bei dem es am Ende der Saison nur einen Sieger (einen Meister) gibt, und alle anderen verlieren, extrem kritisch.

Die meisten Kinder beenden daher in der Blütezeit ihrer Kindheit, also zwischen dem 11. und dem 15. Lebensjahr, ihre sportlichen Passionen und verlassen die Vereine. Viele von ihnen machen danach überhaupt nichts mehr, fallen unter Umständen in ein ganz tiefes Loch, oder verlieren im schlimmsten Fall sogar die Freude am Leben.

Genau das möchten wir bei uns im Animus Klub nicht. Wir möchten, dass unsere Kinder ein Leben lang Freude an den Dingen haben, die sie bei uns machen und erleben können. Wir möchten vor allem, dass sie langsam und gesund wachsen, sich realistische Ziele setzen, nicht nur im Sport, sondern auch in der Schule und in allen anderen Lebensbereichen, und dabei vor allem eines, KIND sein dürfen. Und wir möchten, wie bereits schon erwähnt, dass sich unsere Kinder dabei rundum wohlfühlen. Wenn dabei dann auch noch hin und wieder so ein sportlicher Erfolg herauskommt, wie am letzten Samstag in Hüttenfeld (Lampertheim), dann ist das natürlich doppeltschön.

Wobei, so richtig freuen, konnten sich unsere beiden Mädchen eigentlich nicht über ihren Sieg, denn sie waren die einzigen, die am diesjährigen Kerwe-Lauf in Hüttenfeld teilgenommen haben. Sie standen also bereits vor dem Startschuss schon als Siegerinnen fest. Dementsprechend war unser Hauptaugenmerk ausschließlich auf die Zeit gerichtet, denn anhand der Zeit, kann man zumindest teilweise die sportliche Entwicklung erkennen.  

Wie immer ohne irgendwelchen Druck, und heute mit der Botschaft einfach nur die neue Wald- und Flurlandschaft rund um die bildschön angelegte Kleingärtneranlage Hüttenfelds beim Lauf zu genießen, hielten sich unsere beiden Mädchen nach der intensiven Aufwärmphase wieder ganz genau an die Vorgaben unseres Vorsitzenden Alexander Höfer. So konnten sie in einem richtig schnellen Rennen ihre Bestzeiten abermals deutlich verbessern. Daniella gewann ihre Altersklasse U12 mit einer großartigen Zeit von 9:39 Minuten und Viktoria wurde Zweite in einer ebenfalls sehr guten Zeit von 10:40 Minuten.

Wie bereits erwähnt, stand vor dem Lauf schon fest, dass unsere beiden Mädchen heute ihre Altersklasse konkurrenzlos gewinnen würden. So spiegeln dieses Mal die tollen Zeiten den eigentlichen Erfolg wider, und der war sehr beachtlich, denn unsere beiden Mädchen haben sich von Mitte April bis Mitte August jeweils um 3 Minuten auf der 2-Kilometerstrecke verbessert. „Alle Achtung!“, können wir da nur sagen, und euch von ganzem Herzen zu diesem sehr beachtlichen Ergebnis gratulieren.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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