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(724) Das Ende der Evolution

Das Aussterben der Arten! – Ressourcenknappheit! – Bevölkerungsexplosion! – Und die systematische Zerstörung von Natur und Umwelt! – Evolutionsbiologe Professor Matthias Glaubrecht präsentierte die Folgen des ständigen „Immer größer!“ – „Immer schneller!“ – „Und immer weiter!“

Mit seinem neuen Buch „Das Ende der Evolution“ hat Professor Matthias Glaubrecht wahrscheinlich die Enzyklopädie der Zerstörung unserer Erde geschrieben. Demensprechend entstand bei seinen Recherchen ein Buch von über 1.000 Seiten (!) – Davon alleine gut 200 Seiten nur Quellenangaben und Erläuterungen zu seinen Ausführungen. Auf den restlichen 800 Seiten liefert uns der Evolutionsbiologe hochinteressantes Material über die Entwicklung des Menschen, und weist uns dabei insbesondere auf die großen kollateralen Schäden und schweren Verwundungen hin, die die „Bestie Mensch“ der Natur und der Umwelt sowie dem Tierreich seit seines Bestehens zugefügt hat.

Kein Lebewesen agierte und wütete bisher auf der Erde so skrupellos gegenüber der Flora und Fauna, sowie gegenüber den anderen Mitbewohnern, wie der Mensch. Kein Lebewesen beutete den Naturreichtum und die Ressourcen so rücksichtslos aus, wie er. Für das ständige Wirtschaftswachstum und das ständige immer nur größer, schneller, besser und weiter, sowie die Profitgier verschwanden riesige  existenzielle Landstriche und Wälder.

Gegen die Ausführungen, die Matthias Glaubrecht in seinem aktuellen Buch in akribischer Detailgenauigkeit zusammengetragen hat, und uns heute im DAI in seinem Vortrag präsentierte, ist der aktuelle Klimawandel eigentlich nur ein ganz kleines Bagatellproblem.

Allein die Tatsache, dass seit 1950 das Aussterben oder das systematische Ausrotten von Säugetieren – Elefanten, Löwen, Tiger etc. – aber auch Vögeln und Insekten – progressiv, sprich in rasantem Tempo voranschritt, so dass heute, 2019, bereits gut ein Drittel entweder ausgestorben oder so gut wie ausgestorben ist, machte sprachlos und ließ unweigerlich darauf schließen, dass auch die Tage unserer Art, also die Tage des Menschen bereits heute schon gezählt sind, und das schon in naher Zukunft ein jähes Ende naht. Es sei denn, es findet schleunigst ein Umdenken, sowohl in der Politik, als auch im wirtschaftlichen Handeln, und insbesondere ein Umdenken bei uns Menschen statt.

Allein in der Region rund um den Bodensee verschwanden in den letzten 30 Jahren 25% der Vögel. Wir sprechen hier von 100.000 Vögel. Ein enormer Schwund ist insbesondere bei Acker- und Wiesenvögeln aber auch bei den Zug- und Langzeitvögeln zu beobachten. In den Kulturlandschaften sind sie fast gänzlich ausgestorben. In Wald- und Flurgebieten ist deren Bestandsentwicklung stark gefährdet, denn es sterben wesentlich mehr Vögel, als neue Brutvögel geboren werden.

In Nordamerika ist der Vogelbestand in den letzten 50 Jahren um 30% zurückgegangen, was einer Zahl von drei Milliarden Vögel entspricht.

Das Aussterben der Vögel hängt unmittelbar mit der Zerstörung deren Lebensräume zusammen. Weltweit haben wir in von 2000 bis 2013 einen vergleichbar hohen Verlust von 35% der Waldgebiete, insbesondere des tropischen Regenwaldes zu verzeichnen. Am Beispiel Singnapur wird das Desaster der Zerstörung durch den Menschen besonders schmerzhaft deutlich. Bereits 1990 hatte der einstige durchweg bewaldete Inselstaat 95% seines Walds verloren. Der weltweite Waldbestand sank in den letzten 15 Jahren von 17 Millionen Quadratkilometer auf nur noch 11 Millionen. Die fünf waldreichsten Länder – Russland, Kanada, U.S.A., Australien und Brasilien – verfügen gemeinsam über 70% des gesamten Waldes. Ihr nachhaltiger Umgang mit der Natur wird ganz entscheidend für den Fortbestand der Tierwelt und natürlich auch für die Existenz von uns Menschen sein.

Deshalb riet der Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht dringend 30% des Waldbestandes bis 2030 unter Naturschutz zu stellen.

Die gleiche Ausbeutung wie zu Lande, zeigt sich auch zu Wasser. Hier ist ebenfalls ein weltweit großer Verlust von biologischer Vielfalt zu erkennen. Ganz Fischbestände sind bereits durch Wilderei und kommerzielle Fischerei verloren gegangen. Auch die systematische und sinnlose Ausrottung der Wale hatte enorme Folgen auf den Weiterbestand der Meerestiere. Von der Verschmutzung des Wassers – der illegalen Entsorgen von Abfällen und des Giftmülls – ganz zu schweigen.

Hinzu kommt der rasante Anstieg der Weltbevölkerung. Lebten um das Jahr 1800 noch eine Milliarde Menschen und um 1900 „nur“ zwei Milliarden auf der Erde, sind es bereits heute 7 Milliarden, und gegen Ende des Jahrhunderts werden es rund 11 Milliarden Menschen sein. Die weltweite Getreideproduktion hingegen reicht aber nur max. für 7,7 Milliarden Menschen, und die Ressourcen der Erde sind heute schon fast komplett verbraucht.

Auch wenn es dystopisch klingen mag. Der Untergang des Menschen lässt sich wahrscheinlich nicht verhindern, weil der Mensch spätestens seit dem Beginn der Industriellen Revolution das richtige Maß und vor allem den gesunden und wertschätzenden Umgang mit der Mutter Natur und der Umwelt verloren hat.

Es geht um Geld! – Es geht um Macht! – Aber es geht schon lange nicht mehr um das, was wirklich zählt, nämlich das Leben, oder besser gesagt das Überleben des Menschheit.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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