(450) FAREWELL PHOTOGRAPHY


Drei Städte, sechs Kuratoren und sieben Ausstellungsorte! – PORT 25 präsentierte die Eröffnungsfeier der regionalen Biennale für aktuelle Fotografie !

      

Das 6. Fotofestival [7P] vor zwei Jahren noch in sehr guter Erinnerung, freuten wir uns schon sehr auf das diesjährige siebte Festival, das als Biennale für aktuelle Fotografie präsentiert wurde. 

„Lebewohl Fotografie! – Oder Fotografie ade!“ – Ganz so ernst oder provokant wie der Farewell-Titel der Biennale, ist die Ausstellung natürlich nicht gemeint. Gemeint ist eher die Verabschiedung von bisherigen Formaten, oder des traditionellen Fotos, das man früher noch schön in ein Album einklebte und in den Schrank stellte.

Das digitale Zeitalter ermöglicht uns heute eine unglaubliche Vielzahl von Fotos zu erstellen und diese auch ganz schnell und einfach als Anhang in einer Mitteilung zu präsentieren.

Dementsprechend stolz zeigte sich die Vorsitzende der Biennale Frau Sabine Schirra in ihrer Begrüßungsrede, und freute sich sehr darüber, dass heute bei dieser Eröffnung die Baden-Württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Frau Theresia Bauer, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Herr Dr. Peter Kurz, aber auch Stadträte, sowohl aus Mannheim als auch aus Ludwigshafen anwesend waren.

Frau Schirra würdigte das Engagement der sechs Kuratoren, sowie der verantwortlichen Häuser, die ihre Räumlichkeiten für diese Vernissage zur Verfügung gestellt haben, und machte in ihrer Rede deutlich wie wichtig diese Ausstellung nicht nur für Mannheim, sondern für die gesamte Region ist. Frau Schirra bedankte sich auch bei den unzähligen Sponsoren und Unterstützern, ohne die diese Biennale nicht möglich wäre. 

Ministerin Theresia Bauer machte deutlich, dass das Land Baden-Württemberg sehr gerne diese besondere Ausstellung unterstützt hätte. „Das Bild ist heute mehr denn je ein Instrument sich mitzuteilen. Allein auf Instagram werden täglich 65.000 Bilder hochgeladen … – pro Minute“, ergänzte die Ministerin erheiternd nach einer kleinen Sprechpause.

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zeigte sich sehr stolz darauf, dass die sieben Häuser fremden Kuratoren die Möglichkeit bieten, deren Kunst in ihren Räumlichkeiten zu präsentieren. Was vor 12 Jahren noch nicht in diesem Umfang möglich war, ist heute Wirklichkeit.  

Die Ausstellung selbst ist nicht nur ein Leckerbissen für alle Fotofreaks und Freunde des digitalen Zeitalters, sondern sie vereint über die sieben Häuser verteilt auch die komplette Historie und Veränderung der Fotografie miteinander.

„Kein Bild ist eine Insel! – Und wie prägt das Teilen unseren Umgang mit Bildern?“ – Um diese beiden Hauptthemen geht es in der Ausstellung im PORT25. Das Teilen oder Sammeln von Bildern im Netz, ist ja ein alltäglicher Vorgang. Gerade in den sozialen Netzwerken werden wir quasi erschlagen von einer Sintflut von Bildern. Die meisten qualitativ schlecht oder nichts aussagend. Gerade hier versuchen auch wir, der ANIMUS KLUB, uns von der breiten Masse abzuheben, und nur die schönsten und aussagekräftigsten Bilder und Momente zu teilen, also den Blick auf das Wesentliche zu lenken.

Neben einer Vielzahl von Bildschirmen, die uns entweder mit unnötigen Informationen oder fast im Sekundentakt, ähnliche Nachrichten oder Updates bombardierten, gibt es auch scharfe Fotos in Großformat zu sehen. Scharf nicht nur deshalb, weil sie eine Situation wunderschön und deutlich eingefangen haben, sondern scharf auch deshalb, weil sie eine ziemlich erotische Ausstrahlung besitzen. Die ganz scharfen Fotos waren allerdings nur hinter einem Vorhang zugänglich.

„NUR FÜR PRIVAT“, stand als neugieriger Türöffner am Vorhangende auf dem Boden.

Auf einem Sideboard, das sich nahezu über die komplette Länge des Raumes erstreckte, lud uns di 96-teilige Bildbandreihe „Other People’s Fotographes“ von dem Künstler Joachim Schmid zum ausgiebigen Stöbern ein. Jeder Bildband für sich präsentiert eine Vielzahl Fotos über ein ganz spezielles Thema oder sehenswerte Bilder, die in der medialen Sintflut des digitalen Zeitalters übersehen wurden.  

      

Einige der Bildbände, wie zum Beispiel Mickey oder die Currywurst machten entweder unglaublichen Appetit auf noch mehr Erlebnisse oder verursachten große Hungergefühle, weil sie uns das Wasser buchstäblich im Munde zusammenlaufen ließen.  

Bis zum 05. November ist diese fantastische Ausstellung noch zu sehen. Wer sie in Gänze verinnerlichen möchte, dem sei jetzt schon ein Besuch im ZEPHYR der Reiss-Engelhorn-Museen, der Kunsthalle Mannheim, dem Wilhelm-Hack-Museum, dem Kunstverein Ludwigshafen, sowie der Sammlung Prinzhorn und dem Heidelberger Kunstverein wärmstens ans Herz gelegt. Daneben gibt es im C-HUB, der Thalia-Buchhandlung, am S-Bahnhof Ludwigshafen Mitte, sowie im Dezernat 16 in Heidelberg noch jede Menge zusätzliche Angebote zu dieser Vernissage. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Stefanie Kleinsorge und ihrem großartigen Team für einen ebenso großartigen und unglaublich inspirierenden Abend. Wir freuen uns schon auf die anderen Ausstellungen. 

 

 

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