(632) SOPREMA NECKAR RUN 2019


Von NULL auf ZWEI Kilometer in DREI Wochen! – ANIMUS-KLUB-KIDS bestanden die erste Hürde für den Mannheimer MINI-MARATHON und liefen beim SOPREMA-NECKAR-RUN ganz tolle Zeiten!

Vor gut fünf Wochen haben uns unsere Mädchen bei einem unserer Lernkurse „Zweier sind cool!“ voller stolz berichtet, dass sie beim Mannheimer Mini-Marathon mit ihrer Schulmannschaft an den Start gehen würden, was insbesondere unseren Vorsitzen und erfahrenen Leichtathleten Alexander Höfer doch sehr verwunderte, da er sich ziemlich sicher war, dass kein einziges unserer 10-jährigen Mädchen überhaupt in der Lage sein würde, auch nur die Hälfte der Strecke von 4,2 Kilometer (?!?) zu laufen. „Mit Verlaub, welcher Affe reitet derzeit eigentlich unsere Sportlehrer dahingehend, dass sie Kinder zu einer Laufveranstaltung anmelden, die weder über die notwendige Laufbasis verfügen, noch über eine Erfahrung, wie sie eine solche Strecke überhaupt laufen müssen???“

Ein Blick in die Ergebnisliste von 2018 verschaffte unserem Vorsitzenden über das „Warum?“ Klarheit. Es gibt beim Mannheimer Mini-Marathon auch eine Schul-Challenge. Hierbei werden allerdings nur die zehn besten Läufer einer Schule gewertet. Alle anderen Kinder können dann so gut, oder so schlecht laufen wie sie wollen. So quälten sich im letzten Jahr weit über ein Drittel der Kinder mit Zeiten zwischen 30 und 42 Minuten (?!?) nur mühevoll ins Ziel. Entschuldigung, so etwas macht weder Sinn noch Spaß, oder anders ausgedrückt: „Laufen macht nur dann Spaß, wenn ein Kind vom Startschuss bis ins Ziel ein Tempo laufen kann ohne stehenzubleiben. Nur dann hat es am Ende auch das Gefühl es wirklich geschafft zu haben!“ – Das sollten sehr gute Sportlehrer eigentlich wissen. Aber der Ehrgeiz die Schul-Challenge zu gewinnen, ist offensichtlich größer und das Prestige der Schule wichtiger, als das gesundheitliche Wohlbefinden des einzelnen Kindes. „Und wenn man den Kindern für ihre Teilnahme dann auch noch eine bessere Sportnote verspricht, dann melden sich halt sehr viele Kinder an, vor allem sehr viele Kinder, die überhaupt nicht wissen, wie lange eigentlich eine Strecke von 4,2 Kilometer ist.“

4,2 Kilometer sind für 10-jährige Mädchen eine verdammt lange Strecke, vor allem ist es eine Strecke, die sie nur mit regelmäßigem Training bewerkstelligen können.

So war unserem Vorsitzenden Alexander Höfer sofort klar, dass wir unseren Kindern in den nächsten Wochen verstärkt „Jogging und Leichtathletik“ anbieten müssen. Klar war ihm auch, dass unsere Daniella auf gar keinen Fall ALLEINE diese Strecke von 4,2 Kilometer laufen darf, wenn sie am 11. Mai das Ziel des Mini-Marathons überhaupt erreichen möchte.

Das erste Training Ende März machte dann deutlich, wo unsere Mädchen hinsichtlich der 4,2 Kilometer standen. Für Viktoria war nach 400 Meter laufen bereits Schluss, und Daniella brachte es auf stolze 600 Meter. „Mit einer solchen Basis liebe Sportlehrer, wolltet ihr die Kinder auf eine Strecke von 4,2-Kilometer schicken? – Entschuldigung! – Seid ihr eigentlich noch ganz dicht?“     

Fortan war das Unterfangen Mini-Marathon auch ein Wettlauf mit der Zeit, und unser Vorsitzender Alexander Höfer stellte mit dem ebenfalls sehr erfahrenen Leichtathleten Rainer Bender ein spezielles Aufbautraining aus Koordination und Laufen zusammen. Auch unsere Jungs wurden motiviert den Mini-Marathon zusammen mit den Mädchen zu laufen. Doch auch bei ihnen war die Basis für eine Strecke von 4,2 Kilometer großteils nicht vorhanden.

Beim dritten Training lief Daniella dann erstmals fünf Runden, also zwei Kilometer, in einer Zeit von 12:07 Minuten. Viktoria schaffte immerhin drei Runden, und Marlon lief eine 10:27 Minuten, was ein bisschen hoffen ließ. Zwei Kilometer sind aber noch längst keine 4,2 Kilometer. So nutzen wir die Gunst der Osterferien, um drei Mal wöchentlich zu trainieren. Am Ostersamstag liefen dann vier Kinder bereits die fünf Runden in 12 Minuten. Klar handelt es sich hierbei noch um keine Spitzenzeit, doch die Entwicklung in drei Wochen von Null auf kontinuierlich zwei Kilometer laufen in 12 Minuten, war schon sehr beachtlich.

Um vor dem Mini-Marathon noch ein bisschen Lauferfahrung sammeln zu können, wollte uns unser Vorsitzender beim Wieslocher Stadtlauf anmelden. Zu seiner großen Überraschung musste er allerdings feststellen, dass ERSTMALS alle 500 Startnummern vergeben waren, weil auch hier eine Grundschule nahezu alle Schüler, also jeden Hinz und Kunz, zu den Läufen angemeldet hatte (?!). „Sind eigentlich alle Schulen verrückt geworden, oder kriegen die vielleicht sogar Geld für so einen Blödsinn?“ – „Wir hatten dieses Jahr sogar Eltern, die ihre zweijährigen Kinder für den 300-Meterlauf anmelden wollten (!?)“, so Engelbert Franz vom Marathon-Shop.

Allem Irrsinn von Schulen und überambitionierten Sportlehrern zum Trotz, organisierte unser Vorsitzender für uns etwas, was noch viel besser und effektiver war, als die Teilnahme beim Wieslocher Stadtlauf, denn wir durften nach zwei weiteren Trainingseinheiten am letzten Ferientag der Osterferien mit dem Nußlocher Ultra-Läufer Franz Maier zusammenlaufen. Erstmals schafften wir an diesem Tag die 4,2 Kilometer zusammen in einer Zeit von 28:18 Minuten durchzulaufen.

Nun gab es für uns aber doch noch eine Chance im Vorfeld ein bisschen Lauferfahrung zu schnuppern, denn der TSV Mannheim bot am 01. Mai zum dritten Mal den SOPREMA-NECKAR-RUN an, bei dem wir in einem extrem stark besetzten Triathleten-Feld 2 Kilometer laufen konnten.

Sehr früh angekommen, profitierten wir dieses Mal ganz besonders von der hohen Professionalität, Routine und Erfahrung unseres Vorsitzenden, der in aller Seelenruhe die Startnummern organisierte, und uns gleich danach in die Laufstrecke einwies. Die fleißigen Helfer des TSV-Teams hatten hier wirklich ganze Arbeit geleistet, um ihren Besuchern heute ein ganz tolles Lauferlebnis zu bieten.

Dreißig Minuten vor dem Start begann unsere Aufwärmphase. Hier wurde sich heute wesentlich effektiver aufgewärmt als im Training, und nach den gewohnten Dehnübungen, gab es erstmals die unheimlich wichtige Einlaufphase, die unseren Körper sehr schnell auf eine gute Betriebstemperatur brachte.

Für den anschließenden Lauf hatte uns unser Vorsitzender dann ganz klare Anweisungen gegeben, wie wir laufen sollten, damit ALLE es schafften, und KEINER zurückblieb. Und an diese Anweisungen haben wir uns ganz genau gehalten, und siehe da. Am Ende sind wir alle richtig gute Zeiten gelaufen; Zeiten, die wir uns vor vier Wochen noch niemals hätten vorstellen oder erträumen können. 

 

ERGEBNISSE 3. SOPREMA NECKAR RUN – 2 Kilometer

16. 13. 08. Marlon Remmlinger 08:38,3 Minuten
49. 19. 12. Daniella Kostina 10:45,9 Minuten
51. 31. 15. Auštaras Petraitis 10:57,4 Minuten
52. 32. 16. Liam Chiappuis 11:00,1 Minuten
53 21. 14. Viktoria Storozhko 11:00,4 Minuten

 

 

Wir bedanken uns ganz besonders bei dem Abteilungsleiter des TSV Mannheim Winfried Traub, der uns dieses Lauferlebnis noch im letzten Moment ermöglichte, und last but not least auch bei Franz Maier, für die vielen wichtigen Lauf-Tipps. Ob unsere Kids bis zum MINI-MARATHON auch die 2. Hürde schaffen werden, nämlich die Strecke von 4,2 Kilometer noch zwei Mal im Training zu bestätigen, das wissen wir jetzt noch nicht. Eines ist aber jetzt schon ganz sicher. Unsere Betreuer werden auf gar keinen Fall ein Kind ins Rennen schicken, dass nicht in der Lage ist, diese Strecke wirklich zu laufen. Wir sind nämlich nicht verrückt!

 

Bilder: Alexander Höfer & Igor Gerdt

 

 

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ANIMUS KLUB

Laufen macht nur Spaß, wenn man das Ziel erreicht!

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