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Zum Abschied gibt es noch einmal etwas Bildschönes! – PORT25 eröffnete mit [100 unter 1000 plus] die zweite Vernissage zum Kaufen!

 

Vor zwei Jahren hatten die Besucher das erste Mal die Gelegenheit im Raum der Gegenwartkunst Ausstellungsstücke käuflich für sich zu erwerben. Diese Möglichkeit, während der Ausstellungsphase Kunstwerke zwischen 100 und 1.000 Euro erstehen zu können, fand bei den Besuchern sehr großen Anklang, und so beschlossen die Verantwortlichen von PORT25 eine Fortsetzungsvernissage.

Ein solches Unterfangen ist nicht wirklich einfach zu realisieren, weil die Künstler nicht nur Unikate anfertigen, sondern auch an ganzen Themenreihen arbeiten. Zusätzlich wollten die Kuratorin Stefanie Kleinsorge und ihr fleißiges Team natürlich auch ihren Wurzeln gerecht werden, und vorrangig regionalen sowie dem Haus verbundenen Künstlern die Chance bieten, ihre Werke an den Mann, bzw. an die Frau zu bringen.

Ebenfalls schwierig kristallisiert sich hierbei auch immer die Auswahl der Werke. „Was passt, was nicht? – Was könnte gefallen, was nicht? – Welche Kunst harmoniert zusammen, welche nicht? – Wie ordnen wir die einzelnen Werke an?“ – Die Goldene Mitte zu finden, das ist eine Sache, die Stefanie Kleinsorge und ihr Team besonders auszeichnet, und das wir bei jeder Ausstellung immer wieder aufs Neue miterleben dürfen. So natürlich auch dieses Mal.

13 Künstler umfasst die aktuelle Ausstellung, deren ausgewählten Werke kaum abwechslungsreicher sein könnten. Moderne Kunst, wechselt sich ab mit Fotografien, Ölmalereien, total verrückten Exponaten und genialen, teils mit einem Hauch Erotik versehenen Skulpturen. Dementsprechend ist bei den 100 ausgestellten Werken für jeden etwas dabei.

Ein Kunstwerk zu erwerben, ist ein ganz würdiger und besonderer Moment für den Käufer und Interessenten, denn er verbindet sich emotional ein Leben lang mit dem jeweiligen Werk, und der Ausstrahlung seiner Aura. In Kunst kann man sich verlieben, und sie wird am Ende ein Teil von einem selbst. Kunst ist deshalb auch kaum mit Worten zu beschreiben. Kunst ist grenzenlos und oft auch überraschend.

Überraschend war an diesem Abend auch, dass erstmals Yvonne Vogel, die eigentlich eher das stille und fleißig im Hintergrund agierende Herzstück des PORT25 verkörpert, die zahlreichen Besucher begrüßte.

Kunst bedeutet aber auch Veränderung. Und Veränderungen sind sehr wichtig im Leben und für das Weiterkommen. So wie es bei uns in der letzten Zeit ein paar richtungsweisende Veränderungen gab, wird es auch im PORT25 in knapp vier Wochen eine große Veränderung geben, denn die Kuratorin Stefanie Kleinsorge wechselt auf die andere Seite des Rheines und wird dort fortan das Kulturelle Angebot Ludwigshafens leiten und koordinieren. Eine neue, tolle aber auch herausfordernde Arbeit wartet auf die engagierte Kuratorin, die dem PORT25 allerdings noch als Geschäftsführerin weiter erhalten bleiben wird.

Erhalten bleibt sie nach ihrem Wechsel natürlich auch in unserer Animus-Klub-Berichterstattung, denn unser Sommerprogramm findet ja jedes Jahr überwiegend in Ludwigshafen statt.

Natürlich möchten wir euch auch dieses Mal ein wenig durch das moderne PORT25-Schmuckkästchen führen. Wie immer haben wir nicht alles fotografiert, was bei den Werken, die sich hinter Glas befanden, auch nicht wirklich möglich war. Aber ein bisschen Appetit auf den Kauf eines Werkes möchten wir schon machen.

Gleich zu Beginn zogen uns die Beiden großen Acryl-Werke „ICA-trans“ und „CAN-throz“ des Mannheimer Künstlers Gerd Lind ganz tief in unseren Bann. Eine Verwandtschaft zur russischen Avantgarde und Künstlern wie Kasimir Malewitsch und Vassili Kandinsky, ist durchaus erkennbar.

Die Serie „Wooden Gardening“ des Heidelberger Künstlers Eyal Pinkas besticht mit fantastischen Archivpigment Prints in Schwarz-Weiß. Im Kontrast dazu gibt es von Ingo Lehnhof die farbigen Ölgemälde „Im Wasser“ und seine sensationelle „Andy-Warhole-Wand“, wie sie unser Vorsitzender Alexander Höfer bezeichnete. Wieder völlig anders dazu, positioniert sich die „Aureolen-und-Himmelsleitern-Serie“ von Margarete Lindau. Eine Serie, die Bleistiftzeichnungen zum Leuchten bringt.

 

Das größte, um nicht zu sagen, das abgefahrenste und aus dem Rahmen fallende Kunstwerk ist das „Schlaraffenland und Badesse“ des jungen Mannheimer Künstlers Jonas Lundius. Das Werk fällt mit 5.000 Euro auch preislich ein wenig aus dem Rahmen.

Wieder völlig anders, und vor allem düster, zeigen sich die Serie „Bilder vom Ende der Zeit“ von Alexander Horn sowie die Foto-Reihe aus verschiedenen Werken von Konstantin Weber. Aufgehellt wird das ganz dann zum Schluss noch durch die exzellenten Plastiken aus Modelliermasse von Angelika Arendt sowie die total abgefahren Spielkunstwerke von Suse Wiegand.

 

Wir bedanken uns wie immer sehr bei Stefanie Kleinsorge und ihrem Team für diese wunderbaren Eindrücke und wünschen der Kuratorin alles Gute bei ihrer neuen Aufgabe auf der „richtigen“ Seite des Rheines.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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