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(635) COSPLAY CLUB

Ideenw3rk Ludwighafen öffnete wieder die Türen für Code Geass, Samurai Champloo und Fullmetal Alchemist! – ANIMUS-KLUB-KIDS auf den Spuren der ANIME und MANGAS und „My Private Paradise“ im Kunstverein!

      

COSPLAY CLUB – „Was ist das dann?“ – Das klingt auf jeden Fall so interessant, dass wir nicht wirklich umhin kamen, hier mal im Vorfeld nachzuforschen, um was für eine Veranstaltung es sich eigentlich handelt. Dabei werden wir auf der Hauseigenen Homepage vom Ideenw3rk Ludwigshafen sehr schnell fündig. Der COSPLAY CLUB ist ein Workshop, bei dem die Teilnehmer die Möglichkeit haben Anime-Kostüme und Masken selbst zu erstellen. Die Anime sind uns ja noch bestens bekannte von unserem Besuch auf der letztjährigen HANAMI, und wir wissen, dass einige unserer Kids hier ganz eingefleischte Fans sind, sodass wir dieses Programm natürlich sofort auf unseren Programmkalender gestellt haben, zumal „Faschingsferien und Anime-Kostüme basteln“ irgendwie richtig gut zusammen passen.

Aufgrund der Ferien und auch der aktuellen Krankheitswelle waren wir heute mal wieder in einer Mini-Gruppe unterwegs. Aber selbst eine Minigruppe hält uns nicht davon ab, ein Programm umzusetzen, und hier zu zeigen, was wir anbieten und machen. Und nur darum geht es innerhalb einer sehr guten sozialen Jugendarbeit. Es geht ausschließlich darum, dass für Kinder und Jugendliche ein interessantes Angebot vorhanden ist, einfach auch um den Menschen, die sich ständig darüber beschweren, dass nichts für Kinder gemacht werden würde, zu zeigen, dass das nicht wirklich stimmt. „Wir machen immer etwas!“ – Vor allem machen wir die Dinge, die unsere Kinder machen wollen. „Sag uns was du machen willst und wir machen es!“

So nahm unsere Viktoria ihren teilweise schon fertigen Vampirumhang mit zum COSPLAY CLUB, und ließ sich zu Beginn erst einmal von den Studenten und Gymnasiasten der Oberstufe inspirieren. Diese hatten allerlei Stoffe und Muster bereitgestellt. Selbst Nähmaschinen standen den Kindern und Jugendlichen zum Nähen der Kostüme und Gewänder zur Verfügung.

Neben den Workshop-Leitern waren auch ein paar ganz große Anime-Fans anwesend, die mit großer Leidenschaft an ihren Figuren – Lila Drachen und Soldaten – bastelten. Parallel dazu fand auch noch ein Manga-Treffen statt, bei dem sich die Teilnehmer über neue Anime-Serien austauschten.  

Nachdem Viktoria ganz intensiv in die Materie eingetaucht war, kam sie auf die Idee ihren Umhang mit Baby-Fledermäusen zu erweitern. Dafür kopierte sie zunächst einmal die bereits vorhandenen großen Fledermäuse mit einem Stoffmalstift in Kleinformat. Jetzt mussten die Fledermäuse nur noch ausgeschnitten und auf den Umhang genäht werden. Das Ausschneiden lief noch relativ problemlos. Schwieriger wurde das Aufnähen, denn der Stoff des Umhangs erforderte größte Sorgfältigkeit. Vor allem konnte Viktoria hierfür keine Maschine verwenden, sondern sie musste ihre Fledermäuse mit der Hand aufnähen.

      

Gut zwei Stunden arbeitete Viktoria an ihrem Werk und konnte danach voller Stolz ihren erweiterten Vampirumhang mit nach Hause nehmen.

Da wir früher als geplant den COSPLY CLUB verließen, machten wir noch einen kreativen Abstecher in den Ludwigshafener Kunstverein. Hier läuft noch bis zum 24. März die aktuelle Ausstellung „My Private Paradise“, die von den beiden Professoren Wolfgang Ellenrieder und Thomas Rentmeister der Braunschweiger Hochschule der Künste zusammengestellt wurde.

Da der letzte Workshop „Wieso, Weshalb, Warum?“ leider mangels Teilnehmer ausfallen musste, und wir dadurch noch nicht in den Genuss dieser Ausstellung kamen, nutzen wir die Gunst der Stunde intensiv, und ließen uns von den 12 Künstlern und ihren ausgestellten Exponaten tief inspirieren.

Die Ausstellung selbst geht weg von der kommerziellen Kunst, die sich mittlerweile häufig nur noch mit sozialen und politischen Themen, bez. mit Gewalt und Krieg beschäftigen, hin zu der Frage, wie sich junge Künstler Gehör verschaffen können.

So waren wir sehr fasziniert von Werken wie „Marten Gold“ einem Siebdruck auf holografischem Papier von Marlene Barth und der genialen interaktiven, überwiegend komplett in Silber gehaltenen Installation von Serena Ferrario „Finding a paradise wasn’t easy but still…“

Im völligen Kontrast zu dieser glänzen Facette sprang uns sofort nach dem Betreten des Ausstellungsraumes das Bild „Prestigio“ von Rui Zhang ins Auge. Das farbenfrohe Werk erfreut durch Skurrilität und der Mischung aus Acryl-, Öl- und Sprühfarben, das wir in unserer Headline abgebildet haben.

Ein besonderer Eyecatcher war das genial in sich verschobene achteilige Abenteuer-Landschaftsfantasy-Werk „Voyager“ von Sebastian Bartel, das aus Linoldruck und Pastell, sowie Transparentpapier gefertigt wurde.

Die Ausstellung zeigt auch die außergewöhnlichen Keramiken von Stella Förster, die unter dem Titel „Futur Balance oder der andere Morgen“ zusammengetragen wurden.

      

Bildschön anzuschauen ist auch das runde Werk „Vogelkreis (II)“ von Fabian Lehnert, das sehr viele verschiedene Vögel in schwarzer Acrylfarbe zeigt. Auch mehrere Bilder von Wolfgang Ellenrieder, einem der Professoren selbst, zieren die Wände des Kunstvereins.

„My Private Paradise“ ist eine ganz persönliche Reise durch einerseits zeitgenössische Kunst, und andererseits moderner Elemente, die sowohl inspirieren als auch zum Nachdenken anregen. Wir freuen uns auf den nächsten Workshop „Wieso, Weshalb, Warum?“

Bilder: Alexander Höfer

 

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