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(738) Sole d’oro

Alles rund um den Treffpunkt der hiesigen Kunstszene! – Heidelberger Kunstforum zeigt eine Sammlung von den Protagonisten des Künstlerrestaurants Sole d’oro!

„Sole d’oro“, oder zu Deutsch „Die Goldene Sonne“, so hieß das Gasthaus von Gino Giordano und Franco Gunari in der traditionellen Heidelberger Hauptstraße, in dem sich heute unter dem Namen „Saigon Sonne“ ein Vietnamesisches Spezialitäten-Restaurant befindet.

Das 1958 eröffnete „Sole d’oro“ entwickelte sich durch die Idee Kunst und Kulinarik genial miteinander zu verbinden, ganz schnell zu einem ganz besonderen Ort für hiesige Künstler und Künstlerinnen.

1968 war ein ganz entscheidendes Jahr, denn es wurde in diesem Gasthaus die Willibald-Kramm-Preis-Stiftung gegründet. Die fortan präsentierten Ausstellungen waren unheimlich gefragt, und so fand das Gasthaus alsbald auch Anklang bei bedeutenden überregionale Größen und Persönlichkeiten.

Finanziert von den beiden Wirten gibt es seit dieser Zeit auch jedes Jahr den Heidelberger Preis für bildende Künstler. 2003 verabschiedeten sich die beiden Protagonisten in ihren wohlverdienten Ruhestand. In der ganzen Zeit blieben sie allerdings immer ganz bescheiden im Hintergrund. Weder nutzten sie bestimmte Publicity zu ihren eigenen Gunsten aus, noch beeinflussten sie das Kuratorium der Stiftung. So hatten die Verantwortlichen des Gremiums stets freie Hand in ihrer Entscheidungsfindung.

Die aktuell im Heidelberger Kunstforum ausgestellten Werke und Fotografien waren bis 2003 im Sole d’oro ausgestellt und befinden sich heuer im Besitz der beiden ehemaligen Wirte.

Dementsprechend erwartete uns eine kunterbunte Mischung aus bildschönen Ölgemälden, einer Eins-A-Bleistiftkunst, sowie exzellenter Fotografie gepaart mit fantasievoller Skurrilität und moderner Kunst.

Die ersten Gemälde, die unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit erregten, waren die Werke von der Künstlerin Joe Joe Hackbarth. Sie erhielt 1989 den Willibald-Kramm-Preis. Im völligen Konträr dazu stand die Kunst von Hans Fischer-Schuppach, der 1971 den Preis verliehen bekam. Eine Mixture aus Bleistift und Kohlezeichnung sowie bunter Fantasie in Wasserfarbe lässt unser Gedanken kreisen.

Wieder völlig anders, die düstere Tristesse von Brigitte Heiliger-Kramm, die 1979 den Preis der Stiftung erhielt. Dazu wieder im Kontrast das kunterbunte Fantasiebild von Edvard Frank, der nur ein Jahr später die Ehre hatte diesen Preis sein eigenen zu nennen.

Ja, diese Ausstellung könnte vielseitiger nicht sein. So brachte uns das geniale Gänsebild von Marie Marcks ins Schmunzeln, während uns das danebenliegende Werk von Harry Mc Lean, trotz seiner Buntheit in tiefe Nachdenklichkeit versetzte. Kunst ist auch ein Spielen mit den Gefühlen des Menschen und öffnet Zugänge zu neuen Welten oder auch Verborgenem.

Egal ob bei dem wunderschön matt-glänzende Portrait von Pieter Sohl, oder den großartigen Bleistiftzeichnungen des Namensvetters Willibald Kramm selbst. Kunst erweckt zu jederzeit entweder direkt oder indirekt unsere Aufmerksamkeit. Einiges gefällt uns auf Anhieb, anderes wiederum erst, wenn wir die Komplexität der Kunst verstanden haben, und wieder anderes gefällt uns vielleicht überhaupt nicht, oder wir finden keinen, bzw. noch keinen Zugang.

Wie dem auch sei. Kunst ist es wert entdeckt zu werden, weil es die Fantasie und die Gedanken von uns anregt und das Lernen entscheidend fördert. Kunst wird daher immer ein ganz wichtiger Teil unseres Programms sein, denn es zählt neben Sport und Musik zu den wichtigsten Dingen des Lebens.

Auch wenn wir das selten machen. Die beiden schönsten Werke waren für uns das Stillleben von Sigmar Kratzin sowie das überdimensional große Gemälde von Walter Gillich und das beeindruckendste, das dreidimensional spiegelnde Werk von Gertrude Reum..

Wir bedanken uns sehr für diese kleine aber feine Ausstellung, und wir werden natürlich auch in Zukunft in diesem tollen Forum für Kunst vorbeischauen.

Bilder: Alexander Höfer

 

 

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