(02) Yalanci Coban ve Ali Baba


„Yalanci Coban ve Ali Baba ve Kırk Haramiler Masalı!“ – Serap Pil und Rüya Pil Sengün präsentieren bilinguales Märchen mit emotionalem Tiefgang!

Zuschauer 1„Yalanci Yalanci sana kisme inanmaz.“

„Yalanci Yalanci sözüne kimse inanmaz.“

Mit einem Refrain, den wir zwar nicht verstehen, aber bereits nach wenigen Wiederholungen durch den mitreißenden Gesang der beiden Geschwisterkünstlerinnen Serap Pil und Rüya Pil Sengün mitsingen konnten, eröffnete die Bernhard-Kahn-Bibliothek am vergangenen Sonntag ihre vorerst letzte Reise durch die wundersame Welt internationaler Märchen, die uns dieses Mal in die Türkei führte.

„Ja, wer drei Mal lügt, dem glaubt man nicht!“ – So ein ähnliches Zitat kennen wir hier zu Lande auch, und in der Türkei gibt darüber sogar ein Kinderlied.

Sehr viel Wissenswertes und Unbekanntes gab es für die kultur- und literaturinteressierten Besucher an diesem Nachmittag wieder zu erfahren. So zum Beispiel, dass die Türkei der einzige Staat auf dieser Welt ist, der den Kindern gewidmet wurde, und dass dieses Land erst 1923 von Kemal Mustafa Atatürk gegründet wurde. Eine Bilderreise führte uns dann tief in den Bosporus hinein. Hier bekamen wir traumhaft schöne Moscheen und zwei gigantische Brücken zu sehen, die den europäischen und den asiatischen Teil miteinander verbinden. Auch Paläste und Schlösser gab es zu bewundern, bevor uns die Geschwister Pil auf eine ganz besondere Art und Weise das bekannte Märchen „Ali Baba und die 40 Räuber“ vortrugen.

Schwestern 2“Bir sabah, Ali Baba eşeğini alamış. Her zamanki gibi doğa gitimiş. Ormana ulaştığında garip bir durmala karşılaşmış. Az ötede, gittikçe yaklaşan bir toz bulutu görmüş. Çok meraklanmış. Eşeğini bir ağaca bağlamuş. Yüksekçe bir yere çıkmış. Bir kayaya gizlenerek toz bulutunu izlemeye koyulmuş. Az sonra, bulutun içinden kırk atlı çıkmış. Adamların hepsi silâhlıymışlar. Terkilerinde de birer çuval asılıymış.”

Ali Baba atlıların kimler olduğunu anlamakta gecikmemiş. Bunlar ünül Kırk Haramilermiş. Bu hırsızlar yıllardır yasa tanımıyor ve çevreye kan kustruruyorlarmış. Ali Baba çok korkmuş. Hemen oradan kaçmak istemiş. Ancak yakalanmak korkusuyla yerinden kımıldayamamış. O sırada, Kırk Haramilerin reisi öne çıkmış. Kalın bir sesle: „Açıl susam açıl, diye bağırmış“

Diese Worte allein, vermögen hier leider nicht wiederzugeben mit welcher Leidenschaft aber auch sprachlicher Schönheit die ausgebildete Blues- und Jazzsängerin Serap Pil den Anwesenden Zuschauern dieses berühmte orientalische Märchen vortrug. Mit exzellenter Intonierung, sowie genialer Gestik und Mimik schaffte es die Künstlerin, auch alle nicht Türkisch sprechenden Zuschauer zu faszinieren. Mehr als einmal brachte sie uns dadurch zum Kichern, Lachen oder Quicken. Mit Verlaub, man hätte diesem Schauspiel stundenlang zuhören können, ohne ein Wort zu verstehen, und hätte sich bestens unterhalten gefühlt. Aber genau das ist ja das Geheimnis der „Wahren Kunst“.

Vorleser 3„Açıl susam açıl, diye bağırmış“ So einfach können wir plötzlich einen ganzen türkischen Satz verstehen, und der geübte Leser oder Hörspielbegeisterte kann sich damit sogar unmittelbar in die aktuelle Situation hineinfühlen, und sich bildlich vorstellen, was sich jetzt gerade dort abspielt.

Über Ali Baba gibt es in der Türkei aber nicht nur ein Märchen, sondern auch ein geniales Kinderlied. Auch dieses gaben uns die Pil-Geschwister zusammen mit Frau Gerburg Maria Müller und Herrn Uli Krug vom Kunstprojekt „WIR“  zum Besten. So endete der fantastische Nachmittag mit einem Refrain bei dem die Kinder lautstark blöken, bellen, miauen und muhen durften. Dass den beiden Künstlerinnen am Ende ihrer großartigen Präsentation ein tosender Applaus des Publikums sicher war, das verstand sich von selbst.  

ANIMUS KLUB

Integration ist erst dann möglich, wenn sich die Menschen nicht nur für ihre eigene Kultur, sondern auch für die Kultur ihrer Mitmenschen interessieren. In diesem Sinne „Güle güle!“

Übersetzung:

Eines Morgens nahm Ali Baba seinen Esel und ging auf die Berge hinauf. Als er im Wald ankam, geriet er in eine komische Situation. Unweit entfernt sah er eine Staubwolke auf ihn zukommen. Dies machte ihn sehr neugierig. Daraufhin band er seinen Esel an einen Baum und begann die Staubwolke, versteckend hinter einem großen Stein zu verfolgen. Kurz danach kamen 40 Reiter aus der Wolke heraus. Alle waren bewaffnet und jeder trug einen Sack bei sich.

Ali Baba brauchte nicht lange, um die Männer zu erkennen, denn es waren die berühmten 40 Räuber. Diese Diebe stahlen und terrorisierten schon seit Jahren in der Umgebung, und hatten kein Erbarmen gegenüber den Menschen. Ali Baba bekam richtig Angst vor den Räubern und wollte sich so schnell wie möglich von dort entfernen, doch er konnte sich vor lauter Angst nicht von der Stelle bewegen. In diesem Augenblick trat der Chef der Räuberbande vor und rief mit einer rauen Stimme: „Sesam öffne dich!“(Übersetzung – Emin Öztürk)



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