(602) Margarine Café


Riesen-Mikado! – Lecker Banana-Cake! – Coole Mucke! – und sehr viel Nachhaltigkeit! – ANIMUS-KLUB erstmals zu Gast beim Margarine Café von Peer 23!

      

Das Margarine-Café von Peer 23 steht schon seit einiger Zeit auf unserer Wunschliste. Allein schon der Veranstaltungsname macht unheimlich neugierig; und Lust auf Neues, steht ja ganz weit oben auf unserem Interessenskalender. So waren wir richtig gespannt darauf, was uns auf der doch sehr düsteren Friesenheimer Insel an dem direkt am Bonadieshafen gelegenen Peer 23 erwarten würde.

Bereits die Fahrt dorthin glich aufgrund des Nieselregens, der sich aus den tiefstehenden grauen Wolken ergoss, einem richtig guten Action-Film. Leerstehende Industrieanlagen und verfallene Gebäudefassaden blickten uns bedrohlich an. Dunst stieg empor. Das Szenario. Ein idealer Drehort für den nächsten Tatort. Auch die Macher von der Dortmunder Kultserie Balko wären von dieser Location sicherlich begeistert gewesen und hätten hier wahrscheinlich die Folge „Gute Nacht Emma“ gedreht, oder aufgrund des beißenden Geruchs, der uns gerade in die Nasen stieg „Mord im stinkende Abflussrohr am Abgrund der Stadt.“  

Auch am Peer selbst erwarte uns zunächst einmal Agonie in Reinkultur. Ein genialer Kleinbus, der von seinem Aussehen und seiner Optik durchaus für das erste Deutsche Schrott-Museum als absoluter Hingucker geeignet war, machte uns nicht nur seine Aufwartung, sondern ließ uns spontan auf den kuriosen Gedanken kommen, ihn auf jeden Fall nach der Party mit nach Hause zu nehmen.

„Jetzt fehlen nur noch Jack The Ripper und Pennywise von Steven Kings „ES“, dann wäre das Horror-Szenario komplett!“, so unser Vorsitzender – Auch das Peer 23 selbst, hätte äußerlich nicht besser in diese depressive Umgebung, diese düstere Nullpunkt-Atmosphäre gepasst. So waren wir wirklich sehr gespannt darauf, was uns hier auf dieser Margarine-Party erwarten würde.  

Doch bereits dem Betreten des ehemaligen Fabrikgebäudes waren die gerade beschriebenen Untergansgefühle wie weggeblasen, und der Duft von leckerem Waffelteig, gemischt mit Thai-Curry und frisch gebackenem Kuchen erfreute unsere Geschmacksnerven und ließ uns das Wasser sofort im Munde zusammenlaufen.

Wie immer früh angekommen, mussten wir uns noch ein bisschen gedulden bis es losging. Das fleißige Team von Peer 23 wuselte noch durch die Räume, um alles schön vorzubereiten und zu dekorieren. Eine ultragemütliche Kaminofenatmosphäre wärmte den Vorraum der ehemaligen BECEL-Fabrik. Daher auch der Name Margarine-Café. Die Innenräume des Peers glänzen mit genialer Kunst – Bildern und Skulpturen – von solid333 alias Andreas Huber über den wir bereits vor kurzem in unserem Artikel „Märchen & Geschichten“ mit MEON berichtet haben.

      

Da gab es total verrückte Roboter, die dem Sponge-Bob sehr ähnelten, an der Decke hingen Eisendinos oder andere Kreaturen. In einer Ecke stand sogar ein riesiger roter Teufelskopf à la 1-FC-Kaiserslautern.

Aufgrund einer Geburtstagsparty und krankheitsbedingt heute mal wieder mit einer etwas kleineren Gruppe am Start, setzte sich unsere Viktoria gleich mal vor den urigen Holzofen, ließ sich ihren Füße wärmen und von dem knisternden Klang des Ofens verzaubern.

Derweil wurden die Kuchen mit unheimlich kreativen Figuren geschmückt. Da das Peer 23 sehr auf Nachhaltigkeit setzt, wurden die Kuchen aus Resten und acht Kilogramm Banen erstellt. Zusätzlich gab es mit dem Thai-Curry mit Reis und Gemüse ein absolut veganes Essen, und noch super-leckere Belgische Waffeln mit Kirschen und Sahne, Schoko und alles, was ansonsten noch das Herz begehrte.

In der großen Produktionshalle der einstigen Butter-Firma spielten sich dann schon einmal die beiden Bands warm. Heute waren das, der im Malergewand über besondere Erlebnisse in der Badewanne singende Jakob Mayer, und die beiden Jungs von dem Strandbadetuch – Beach Towel, die beim Soundcheck schwebende Hammondorgelsounds der Siebziger zum Besten gaben.    

     

Das Margarine-Café bietet vor allem für Familien mit Kindern einen tollen gemeinsamen Nachmittag. Viele Gesellschaftsspiele standen hier für Groß und Klein zur Verfügung. Das Riesen-Mikado war das erste Spiel, das unsere Viktoria unbedingt ausprobieren wollte. So forderte sie unseren Vorsitzenden zum Duell, das am Ende mit 13:13 unentschieden ausging.

Malefitz spielen war als nächstes angesagt. Malefitz haben wir schon sehr lange nicht mehr gespielt und Viktoria noch nie. Malefitz ist wesentlich interessanter und facettenreiche als der bekannte Bruder „Mensch ärgere dich nicht“, weil es den Spielern wesentlich mehr strategische Möglichkeiten bietet, und diese im Laufe des Spiels erst einmal eine Reihe von Steinen aus dem Weg räumen müssen, um ans Ziel zu gelangen. So war das Kribbeln bei Viktoria bald unendlich groß. Allerdings hatte sie kurz vor Schluss gegenüber Rainer doch das Nachsehen.

Kartenspielen war ebenfalls an der Reihe. Hier führte uns unser Vorsitzender zunächst einmal den verblüffenden Zaubertrick „Das Wirtshaus im Spessart“ vor. Danach wurde „Mau-Mau“ gezockt bis zum Abwinken, allerdings in der Version, dass der Spieler bei einer „Sieben“ zweimal um den Tisch laufen musste….

Klar, dass wir uns zwischenzeitlich noch das eine oder andere Stückchen der leckeren Kuchen genehmigten, und hin und wieder auch der coolen Mucke lauschten, Geschichten von Erlebnissen in der Badewanne, und verschwundenen Erdnüssen….

Ja, wir hatten jede Menge Spaß, leckeres Essen, super Entspannung und richtig gute Unterhaltung bei unserem ersten Besuch im Margarine Café, und wir sind uns ganz sicher, dass wir in naher Zukunft auf jeden Fall mal wieder vorbeischauen werden.

Bilder: Alexander Höfer

 

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ANIMUS KLUB

Immer wieder sehr Spiel, Spaß, Spannung und richtig lehrreiche Unterhaltung!

      

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