(644) Leben & Zusammenleben (2)


Ein riesiger Einkaufs-Marathon! – Viele Vorbereitungen – Ein gigantischer Laufschuh – Und Relaxen beim Genießen! – ANIMUS-KLUB-KIDS erlebten beim ersten gemeinsamen Gulasch-Wochenende jede Menge Leben und Zusammenleben!

 

Bereits zum vierten Mal beteiligen wir uns als Verein mit zwei Ständen bei dem tollen und gaumenschmeichlerischen Interkulturellen Frühstück. Obwohl diese Festlichkeit immer ein ganz großes Highlight für uns darstellt, wartet gleichzeitig auch jede Menge Arbeit auf uns, und insbesondere auf unseren ersten Vorsitzenden. Der Zufall wollte es, dass die Feier dieses Mal Anfang Juni stattfand, und gleichzeitig auch noch an einem verlängerten Schulwochenende. So wurde die geniale Idee geboren, diese Aktion mit einem gemeinsamen Übernachtungswochenende bei unserem Vorsitzenden – im Herzstück des Animus Klubs – abzurunden. 

Das Kochen des Ungarischen Gulaschs ist wie bereits schon angedeutet, eine sehr aufwendige Arbeit. Das wussten unsere Kinder schon, denn sie haben sich ja auch in der Vergangenheit bereits mehrfach tatkräftig bei dieser Aktion beteiligt. Dass die allergrößte Schwierigkeit allerdings schon beim Einkaufen beginnt, das wussten sie bisher noch nicht.  

Man benötigt nämlich viele ganz spezielle Zutaten. Zwar haben die großen Lebensmittelgeschäfte immer eine riesige Auswahl parat und fast alles, was das Herz begehrt in ihrem Sortiment, aber eben nicht alles, was das Ungarische Herz begehrt, um diese vorzügliche Suppe zu kochen. Dementsprechend begann auch dieses Mal ein großer Spießroutenlauf durch viele Geschäfte.

Ganz spezielle Zutaten, wie zum Beispiel Gulyáskrém, Piros Arany, Erős Pista, aber auch die echten Ungarischen Gulasch-Würfel, lässt sich unser Vorsitzender regelmäßig aus Ungarn mitbringen; aber das allerwichtigste, nämlich den richtig guten Ungarischen Paprika, den bekommt man leider oft überhaupt nicht. In fast allen Lebensmittelgeschäften erhält man in aller Regel nur den farbenfrohen grün-gelb-roten „Kunstpaprika“, der ein so zuckersüßes Aroma besitzt, dass er sich entweder für einen sehr guten Obstsalat oder für ein leckeres Speiseeis eignen würde, aber eben niemals für ein feurig-würziges Ungarisches Gulasch.

Nach einer gut zweieinstündigen Grand-Shopping-Tour durch sechs Geschäfte, stand gleich im Anschluss daran, die nächste sehr aufwendige Vorarbeit an. 

Die Kessel mussten gründlich gewaschen, die Feuerstellen vorbereitet, das Unkraut entfernt, die Tische gesäubert, und das Holz gerichtet werden. Gut zwei Stunden legten hier unsere vier Kids im Garten unseres Vorsitzenden ganz kräftig Hand an.

Mit einem Besuch im Wieslocher Marathon-Shop, bei dem wir von Engelbert Franz einen gigantischen Super-Laufschuh bekamen, bei dem wir beim nächsten Lauf auf jeden Fall gewinnen werden, sowie einem längeren Spaziergang mit Floh durch die Nußlocher Wiesen und einem großartigen Film ging unser erster Tag dann zu Ende.

Gut ausgeschlafen stand am Morgen danach zunächst einmal Einkaufen, und ein Spaziergang mit Floh auf unserem Programmplan. Nach dem Frühstück hieß es Töpfe und Messer richten, und den Ablauf so vorbereiten, dass später beim Schneiden und Zubereiten alles reibungslos über die Bühne gehen konnte. Das Ungarische Gulasch ist wesentlich aufwendiger als zum Beispiel grillen, und da wir ja heute gut 30 Liter in zwei Kesseln zubereiten würden, gab es fortan natürlich auch sehr viel zu schnippeln.

Zusammen mit unserem tollen und hochengagierten Praktikanten Martin machten sich unsere vier Kids nun ans Werk sämtliche Zutaten für das Gulasch vorzubereiten. Das gemeinsame Kochen, und insbesondere das Zubereiten, fördern unweigerlich das soziale Miteinander der Kinder, sowie deren Interaktionen. Gut anderthalb Stunden waren sie fortan beschäftigt, um alles fein säuberlich zu zerkleinern. Zuerst die Zwiebeln und der Knoblauch in kleine Würfelchen, dann die Paprika in kleine Streifen, sowie die Tomaten und Karotten. Die größte Arbeit war aber wie immer die fast neun Kilogramm Rindfleisch von überflüssigem Fett zu trennen und genauso wie die fünf Kilogramm Kartoffeln in mundgerechte Stückchen zu schneiden.

Nun wurde zunächst der kleine Kessel entzündet. Nachdem in diesem die Zwiebeln, der Knoblauch, sowie die Paprika und die Tomaten goldgelb und mit Salz und Pfeffer gewürzt zu einem guten Basis-Lecsó brutzelten, folgte der zweite Topf. Fortan teilten sich unser Vorsitzender und unser Praktikant die Arbeit an den beiden Kesseln, und unsere Kinder stellten sich neuen und großartigen Spieleherausforderungen. Der Zauberwürfelexperte Alexander Höfer hat nämlich bei sich zu Hause das total verrückte Rubiks-Zauber-Würfel-Puzzle bei dem jedes Teil nahezu gleich aussieht. Dieses richtig zusammenzusetzten ist schier unmöglich. Gut drei Stunden verweilten sich unsere Kinder an dieser Sache, und bauten es „fast“ richtig zusammen.

Aber auch Kuscheln mit Floh und seinem Freund Sammy, war für die Kinder eine willkommene Abwechslung und eine wohltuende Entspannung, um die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken. Würziger Rauch machte unheimlich Appetit, und ließ uns bereits gen späten Nachmittag das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Gegen 17.00 Uhr, also gut vier Stunden später, war das „Ungarische Gold“ dann endlich fertig gekocht, und wir konnten gleich mal ganz kräftig zuschlagen. Danach noch ein abschließender Spaziergang mit Floh an den Abenteuerbach in Nußloch, im Wasser „suddeln“, sich an Ästen picksen und ein bisschen „Die-Kinder-von-Bullerbü“ spielen. Es war ein wunderschönes Wochenende bei unserem 1. Vorsitzenden, das noch auf seinen großen Höhepunkt, nämlich das Interkulturelle Frühstück wartete. Aber darüber berichten wir am Freitag.

Bilder: Daniella Kostina

Alexander Höfer

 

 

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