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(801) 4 WOMEN

Ethnizität – Klasse – Nationalität – Religion und Sexualität! – Mannheimer Kunstverein präsentierte eine beeindruckende Ausstellung von vier Künstlerinnen!

 

Und weiter geht es mit unseren Aktionen aus unserem Archiv-Schatzkistchen. Wir haben vor dem Lockdown keine Zeit und Mühen gescheut möglichst alle regionalen künstlerischen Highlights zu besuchen. Auch der Ausstellung 4 Women im Mannheimer Kunstverein haben wir nach einem Lauftraining im Unteren Luisenpark einen Besuch abgestattet. Das Interessante war, dass selbst sogar unser Vorsitzender Alexander Höfer Einlass in eine Ausstellung erhielt, die 4 WOMEN hieß. Ja, wenn man die Homophonie „4 Women – For Women“ betrachtet, dann könnte man tatsächlich zu dem Gedankenschluss kommen, dass diese Ausstellung ausschließlich für Frauen wäre. Dem war allerdings nicht so. Präsentiert wurden Werke von vier besonderen Frauen, die die Bedeutung der Frau als Künstlerin in der heutigen Zeit repräsentierten.

Neben zwei einheimischen Künstlerinnen – Rita Martin aus Heidelberg und Jaana Rau aus Basel – bekamen mit Bunu Dhungana aus Kathmandu und Salma Abedin Prithi aus Dhaka auch zwei internationale Persönlichkeiten die Chance ihre Sichtweise auf die weibliche Kunst zum Besten zu geben.

Gerade im Kunstbereich hat sich im letzten Jahrhundert hinsichtlich der Frauen einiges zum Positiven verändert. Die Frauen rücken immer stärker in einem einst männerdominierenden Genre in den Mittelpunkt. So konnten wir in den letzten Jahren im Rahmen unserer Berichterstattung über sehr viele großartige Künstlerinnen berichten. Zwar sind die bedeutendsten und weltweit bekanntesten Künstler immer noch allesamt männlich, aber die Frauen von heute haben aufgeholt und sind den männlichen Künstlern absolut ebenbürtig.

Neben der kritischen Reflexion der Geschlechterrollen setzten sich die vier Künstlerinnen auch mit ethnischen, klassischen, nationalen, religiösen und sexuellen Sichtweisen auseinander und versuchten diese kritisch zu hinterfragen.

In der Ausstellung erlebten wir des Weiteren geniale interdisziplinäre und interkontinentale Kunst. Es war für uns einerseits sehr überraschend, andererseits auch spannend welche Übereinstimmungen es bei den vier Künstlerinnen gab, zumal sie ja in ihren jeweiligen Kulturkreisen unterschiedliche Lebenserfahrungen und Sozialisierungen gemacht haben.

 

Dementsprechend gab es sehr viele Verwandtschaften, sowohl in den Ausdrucksweisen der Werken selbst, als auch in den moderneren Kunstformen, wie zum Beispiel der Fotografie. Diese Parallelen fügten sich während unseres Besuches zu einem wundersamen Gesamtkunstwerk zusammen.

So erwarteten uns hängende Facetten im Raum stehend, kunstvoll getarnte Visagen als Fotografien und im Kontrast dazu, Portraits en Rouge. Unsere Reise durch das Erdgeschoss des Kunstvereins zog uns wieder einmal ganz fest in ihren Bann. Einziges Manko an diesem Tag, war das grelle Tageslicht, das über die Decke so scharf in den Raum stach, dass die Kunstwerke regelrecht beschnitten wurden, bzw., unsere Fotos automatisch mit unschönen Rückspiegelungen versehen.

Auf der Empore wurde es dann richtig düster. Wir bekommen einerseits sehr eindrucksvoll die Erniedrigung der Frau durch religiöse Rituale vor Augen geführt, andererseits aber auch die Frau als Objekt der Begierde, der Lust und der verführerischen „falschen“ Schlange präsentiert. Skurrile, teils horrorszenenähnliche und morbide Fotos – ein am Kleiderbügel hängender, abgetrennter Mädchen-Püppchen-Kopf – teils aber auch anrüchig-geniale Posen – Brathähnchen in Akt-Position mit pedikürten Füßen – ließen uns im Wechselspiel erschaudern und erheitern.

  

Der Kontrast zwischen einem warmen Bild und einem kalten digitalen via I-Pot war ebenfalls ausgestellt. „Was ist schöner, authentischer und wertvoller? – Auf welche Dinge kommt es im Leben wirklich an? – Wie wichtig ist es sich Mühe zu geben, bei allem, was man macht? –

Welche Bedeutungen haben die Fähigkeiten und Kenntnisse, die ich erlernt und erworben habe? – Und sind sie nicht die wichtigsten Dinge im Leben und für die persönliche Entwicklung?“ – Einmal mehr brachte uns eine Ausstellung zum Nachdenken über diese elementaren Fragen des Lebens.

Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen des Mannheimer Kunstvereins für diese inspirierende Ausstellung und hoffen inständig, dass wir bald wieder ein Museum besuchen dürfen.

 

 

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